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Gewaltige Wasser- und Schlammmassen haben in Nepal ganze Landstriche überflutet und schwere Schäden angerichtet. Bild: Screenshot Youtube / DNA India News

Sturzflut reisst Nepal ins Chaos

Nach einer verheerenden Sturzflut in Nepal fehlt von Hunderten Reisenden jede Spur, darunter zahlreiche ausländische Touristinnen und Touristen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) klärt derzeit ab, ob auch Schweizer Staatsangehörige betroffen sind.

Armee, Polizei und Rettungskräfte suchen in Nepal fieberhaft nach Vermissten. Nach einer gewaltigen Flutwelle sind zahlreiche Regionen nur schwer erreichbar, Die Sturzflut traf Gebiete entlang des Bhotekoshi-Flusses in der Provinz Bagmati nahe der Grenze zu Tibet. Wasser- und Schlammmassen rissen Häuser und Brücken mit und beschädigten Strassen sowie weitere Infrastruktur. Nach Angaben der Polizei kamen mindestens 31 Menschen ums Leben, 93 wurden verletzt.

Besonders gross ist die Sorge um Reisende, die sich zum Zeitpunkt der Katastrophe in der Region aufhielten. Nach vorläufigen Angaben des Nepal Tourism Board fehlt von 384 Touristinnen und Touristen jede Spur. Mehr als 290 von ihnen sind ausländische Gäste, unter anderem aus Indien, Deutschland, den USA und Spanien. Die grösste Gruppe stammt aus dem Nachbarland Indien.

Die Zahlen beruhen auf Meldungen von Reise- und Trekking-Agenturen. Die Behörden betonen, dass es noch dauern dürfte, bis verlässliche Angaben zur Zahl der Vermissten und zum Ausmass der Katastrophe vorliegen.

Bisher keine Schweizer Opfer bekannt

Auch auf tibetischer Seite sind die Folgen gravierend. Strassen zum Grenzübergang wurden unterbrochen, zudem fielen teilweise Strom- und Kommunikationsverbindungen aus.

Was die Sturzflut ausgelöst hat, ist noch nicht abschliessend geklärt. Als mögliche Ursache gilt ein Gletscherseeausbruch. Dabei entleert sich ein von Gletschern gespeister See plötzlich und löst eine massive Flutwelle aus.

Ob Schweizer Reisende betroffen sind, ist derzeit offen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat nach eigenen Angaben bislang keine Informationen über Schweizer Opfer.

Abklärungen seien im Gang, die Schweizer Vertretung in Kathmandu stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt. Schweizer Staatsangehörige vor Ort werden aufgefordert, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

(RSU)