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Ein schweres Erdbeben hat Kolumbien erschüttert. Dutzende Menschen kamen ums Leben. Bild: X / EMSC

Verheerendes Erdbeben trifft Kolumbien

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat den Westen Kolumbiens erschüttert und mindestens 111 Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Das ganze Ausmass der Katastrophe lässt sich noch nicht abschätzen.

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Das Erdbeben ereignete sich am Montagmorgen (10. August 2026) um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó, in einer Tiefe von rund 103 Kilometern. Anschliessend wurden zahlreiche Nachbeben registriert.

Nach bisherigen Behördenangaben kamen mindestens 111 Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten ist noch unklar: Während zunächst von 87 Verletzten die Rede war, meldete allein die Region Valle del Cauca mehr als 550 Verletzte, weitere 119 wurden aus Chocó gemeldet. Es wird befürchtet, dass die Opferzahlen weiter steigen.

Über 1500 Wohnhäuser wurden schwer beschädigt, rund 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Besonders betroffen sind unter anderem Pereira, Cali und Manizales. Auch Spitäler, Schulen und Verkehrsinfrastruktur wurden beschädigt. Sechs Flughäfen sind laut Präsident Abelardo de la Espriella derzeit für den kommerziellen Flugverkehr ausser Betrieb.

Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und sämtliche verfügbaren Ressourcen mobilisiert. Oberste Priorität habe die Rettung der unter den Trümmern verschütteten Menschen, erklärte der Präsident. Rettungskräfte und Anwohner suchen weiterhin in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden. Auch die Schweiz erklärte sich bereit, bei Bedarf Unterstützung zu leisten.

(TN)