Trips & Travellers

Über das Nyepi-Fest in Bali hat sich ein Schweizer abschätzend geäussert – nun droht ihm eine erhebliche Strafe. Bild: Adobe Stock

Schweizer Tourist verunglimpft Bali-FestNilpferd greift Touristenboot an

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

«Alpha-Male»-Influencer neuer US-Tourismus-Gesandter

US-Präsident Donald Trump sorgt mit einer ungewöhnlichen Personalie für Aufsehen: Der rechtskonservative Influencer Nick Adams wurde zum neuen «Sondergesandten für amerikanischen Tourismus, Exzeptionalismus und Werte» ernannt. Die neu geschaffene Position im US-Aussenministerium hat das Ziel, nationale Wahrzeichen wie Nationalparks und Monumente weltweit zu vermarkten. Adams, ein gebürtiger Australier und ehemaliger Bürgermeister, erlangte vor allem auf der Plattform X Bekanntheit. Dort stilisiert er sich als «Alpha-Male», postet provokante Beiträge über Fitness, den christlichen Glauben und Besuche in der Restaurantkette Hooters. (Gelesen in «The New York Times»)

Nilpferd greift Touristenboot an

Im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda griff diese Woche ein Nilpferd ein Safari-Boot an. Das Flusspferd fühlte sich offenbar vom Touristenboot gestört und setzte diesem mit eindrücklichem Tempo hinterher. Die Crew des Bootes gab gehörig Gas und entkam dem Hippo-Angriff. (Gesehen bei «rtl.de»)

Schweizer Tourist nach Beleidigung von «Nyepi» festgenommen

Auf der indonesischen Insel Bali wurde ein Schweizer Tourist festgenommen, nachdem er das hinduistische Neujahrsfest Nyepi (Tag der Stille) auf Instagram beleidigt hatte. Dem Mann drohen nun drastische Konsequenzen. Der Beschuldigte postete eine Instagram-Story, in der er das Fest und die damit verbundenen Regeln vulgär beschimpfte («scheiss auf Nyepi»). Während des Nyepi-Fests herrscht auf Bali für 24 Stunden absolute Stille; öffentliche Aktivitäten, Reisen und sogar Stromverbrauch sind untersagt. Nach einer Anzeige wurde der Mann von der Polizei gefasst. Sein Mobiltelefon wurde als Beweismittel beschlagnahmt. Die indonesischen Behörden greifen bei Verstössen gegen religiöse Gefühle hart durch. (Gelesen bei «The Bali Times»)

Ruppiger Umgang am Flughafen mit teuren Gitarren

Ein Video, aufgenommen am Los Angeles International Airport, verbreitet sich derzeit rasant auf Social Media. Darauf ist zu sehen, wie ein Gepäckmitarbeiter mehrere Gitarren unsanft aus einem Gepäckwagen auf den Boden wirft. Die Instrumente prallen dabei auf den Beton und fallen übereinander. Gefilmt wurde die Szene von einem Passagier, der das Verhalten des Mitarbeiters als falsch empfand und spontan zu seinem Smartphone griff. Das Video erreichte innert kurzer Zeit mehrere Millionen Aufrufe auf Tiktok. In den Kommentaren zeigen sich viele User empört. Sie kritisieren den Umgang mit empfindlichem Gepäck und fordern Konsequenzen für den Mitarbeiter. Auch wird darauf hingewiesen, dass Musikinstrumente schnell mehrere tausend Franken wert sein können. (Gelesen in der «New York Post»)

Leichnam fliegt 13 Stunden in Bordküche mit

Eine Maschine der British Airways flog 13 Stunden lang mit einer Leiche an Bord von Hongkong nach London-Heathrow. Etwa 30 Minuten nach dem Start des Flugs starb eine Passagierin. Anstatt nach Hongkong zurückzukehren, entschieden sich die Piloten, den Flug fortzusetzen. Die Crew musste entscheiden, wie mit dem Leichnam umzugehen ist. Der Vorschlag, die Verstorbene in einer Bordtoilette unterzubringen, wurde verworfen. Stattdessen wurde sie in Decken eingewickelt und im hinteren Bereich der Maschine bei der Bordküche abgelegt – auf beheiztem Boden. Gegen Ende des Flugs beklagten sich Passagiere über einen starken Geruch in diesem Bereich. British Airways erklärte, dass alle vorgeschriebenen Abläufe eingehalten worden seien. Die betroffene Crew werde psychologisch betreut, mehrere Mitarbeitende sind aufgrund der Belastung vorübergehend arbeitsunfähig. (Gelesen bei «Focus»)

(GWA/RSU)