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Peter Brun (links) und Hans-Peter Nehmer äussern sich aus Dubai zur aktuellen Lage. Bild: PB

So erleben Peter Brun und Hans-Peter Nehmer die aktuelle Situation in Dubai

Die einstigen Mediensprecher von Kuoni und Hotelplan weilen in diesen Tagen in Dubai und schildern Travelnews, wie sich die Metropole in der derzeitigen Krisensituation für Bewohner und Reisende präsentiert.

Seit neun Jahren lebt Peter Brun in Dubai. Der einstige Kuoni- und spätere VFS-Global-Kommunikationschef wohnt an der Dubai Marina und er begrüsst auch regelmässig Gäste aus der Schweiz.

In diesen Tagen ist der einstige Hotelplan-Mediensprecher und heutige Chief Communications Officer der Allianz Suisse bei Peter Brun zu Besuch. Travelnews erreichte die beiden Tourismuskenner am Montagmorgen und bat sie um eine Einschätzung der aktuellen Situation.

Peter Brun: «Die Situation hat sich gegenüber Samstag und Sonntagmorgen deutlich beruhigt. In den letzten 24 Stunden gab es nur noch wenige Luftabwehrmassnahmen, die deutlich hörbar waren. Schulen und Unternehmen haben für heute und morgen auf remote Unterricht und Arbeiten umgestellt. Die Strassen sind leer wie zu Covid-Lockdown-Zeiten. Geschäfte und Restaurants haben jedoch alle normal geöffnet. Die Versorgung läuft reibungslos. Es gibt keine Einschränkungen bei Strom, Wasser oder Internet, da es weitgehend zu keinen zivilen Infrastrukturschäden kam. Lediglich Sehenswürdigkeiten bleiben weiterhin geschlossen. Gestrandete Touristen können ihre Aufenthalte in den Hotels verlängern. Die Behörden von Dubai und Abu Dhabi haben angekündigt, die Kosten dafür zu übernehmen. Der Luftraum hätte ursprünglich heute Nachmittag wieder geöffnet werden sollen. Neueste Informationen sprechen nun aber von Dienstag 15 Uhr Lokalzeit.»

Hans-Peter Nehmer: «Ich fühle mich sicher hier in Dubai. Was man ab und zu hört sind Raketenabwehr-Geschosse, die relativ laut sind. Was dazu führt, dass die Leute hier in Panik geraten und Kinder zu schreien beginnen, weil sie nicht wissen, was das ist. Die gesamte letzte Nacht herrschte aber Ruhe. Heute Morgen kam es aber gleich zu drei Einschlägen hintereinander. Wie es aktuell ausschaut, soll der Luftraum vielleicht morgen Dienstag wieder öffnen, dann würde sich die Situation natürlich entspannen. Die Leute, die nicht weiterfliegen können, werden in die Hotels eingewiesen und der Staat übernimmt die Kosten, was ich gehört habe. Aber klar, es ist völlig natürlich, dass die Leute heimreisen möchten. Mein Rückflug ist für nächsten Freitag geplant und ich hoffe, dass dies klappen wird. Wer mir leid tut, ist ein Ehepaar, das ich auf dem Flug nach Dubai kennengelernt habe. Sie haben ihre allererste Kreuzfahrt in ihrem Leben geplant – mit der MSC –, freuten sich sehr und müssen nun diese Ausnahmesituation erleben».

(GWA)