Trips & Travellers

Bei der Eröffnung des Italien-Stands in der Halle 4, von links: Raffaele Pentangelo (Direktor des Italienischen Kulturinstituts in Zürich), Stephan Amstad (Leiter Fespo Zürich), Mario Baldi (Generalkonsul Italiens in Zürich), Andrea Colonelli (Büroleiter ENIT Wien). und Cindy Cannevari (Sardinien/Basilicata). Alle Bilder: TN

7 Gründe für einen Besuch an der Fespo 2026

Reto Suter

Das grösste Reisebüro der Schweiz hat am Donnerstag, um 10 Uhr, seine Türen geöffnet. Bis Sonntag ist die Messe Zürich ein Schaufenster der Reisewelt. Travelnews nennt sieben Gründe, weshalb sich ein Besuch der Fespo in diesem Jahr ganz besonders lohnt – und zeigt die ersten Schnappschüsse.

Es ist ein Ritual, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Noch bevor die Fespo offiziell ihre Tore öffnet, stehen die ersten Besucherinnen und Besucher bereits ungeduldig vor dem Eingang und scharren sprichwörtlich mit den Hufen. Sie wollen zu den Ersten gehören, die – noch ohne grosses Gedränge in den Gängen – in die Reisewelt eintauchen.

Auch diesmal, bei der 34. Ausgabe der Ferienmesse, war das nicht anders. Das Interesse am grössten Reisebüro der Schweiz ist ungebrochen, auch 2026. Hier sind sieben gute Gründe, weshalb man sich die Fespo in diesem Jahr nicht entgehen lassen sollte.

1. Der Aussteller-Mix

Rund 500 neue und bewährte Aussteller präsentieren an der Fespo die verschiedensten Feriendestinationen und Reisearten aus aller Welt. «Mit fünf Themenhallen stellen wir sicher, dass garantiert all unsere Gäste in Ferienstimmung kommen. Wer konkrete Reisewünsche hat oder einfach neugierig bleiben will, findet an der Messe passgenaue Planungshilfen sowie Spezialistinnen und Spezialisten zu jedem Thema vor Ort», sagt Messeleiter Stephan Amstad. Halle 1 widmet sich Süd-, Mittel- und Nordamerika, Halle 3 entführt in den Zauber des Südens und des Nordens, Halle 4 begeistert mit Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz, Halle 5 ist ganz dem Golfsport gewidmet, und in Halle 6 finden die Besucherinnen und Besucher Aussteller aus Afrika, Australien, Asien und weitere Destinationen.

2. Die Vorträge von Profis

Wer auf der Suche nach Inspiration und handfesten Informationen ist, kommt in den kommenden vier Tagen voll auf seine Kosten. Rund 600 Vorträge, verteilt auf 16 Kinos, Konferenzräume und Publikumsbühnen, laden zum Zuhören, Staunen und Träumen ein. Expertinnen und Experten berichten aus erster Hand von ihren Erfahrungen aus aller Welt, geben praktische Tipps für Planung und Umsetzung – und wecken mit persönlichen Geschichten und Geheimtipps die Lust, neue Länder und Regionen zu entdecken.

3. Das Comeback von Costa Rica

Mit Costa Rica feiert eine bei Schweizerinnen und Schweizern besonders beliebte Destination ihr Comeback an der Fespo. Mit dem Lebensgefühl «Pura Vida», üppigen Regenwäldern, imposanten Vulkanen, traumhaften Stränden und einer aussergewöhnlichen Artenvielfalt zieht das mittelamerikanische Land die Aufmerksamkeit auf sich. Auch weitere Länder Lateinamerikas sind an der Fespo 2026 prominent vertreten – sei es mit eigenen Ständen oder durch mehrere renommierte Schweizer Spezialisten, die die Region aus erster Hand kennen.

4. Der Tauchcontainer

Nach einer längeren Pause kehrte er im vergangenen Jahr an die Fespo zurück – und wurde prompt wieder zum Publikumsmagneten: der Tauchcontainer von Funny Diving in Halle 6. Gefüllt mit 30 Kubikmetern Wasser und betreut von Profis, bietet er sowohl Neulingen als auch erfahrenen Taucherinnen und Tauchern mit Brevet ein besonderes Erlebnis. Kurz gesagt: Badehose oder Bikini einpacken – es könnte nass werden.

5. Die Bahn-Offensive

Messeleiter Stephan Amstad hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt. Halb im Scherz sagte er einmal, falls der Bahnreise-Spezialist Railtour Suisse je an die Fespo komme, höre er auf. Dieses Jahr hat er das vermeintlich Unmögliche geschafft: Railtour ist tatsächlich da – in Halle 4, gemeinsam mit ÖBB, SBB und TGV. Im Fokus stehen unter anderem Bahnreisen zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Railtour ist derzeit der einzige Schweizer Anbieter mit Komplettpaketen inklusive garantierten ESC-Tickets, bestehend aus Zuganreise, Übernachtungen in zentralen Hotels und Eintritt zu den Shows. Und für alle, die Bahnreisen mit einem Hauch von Abenteuer mögen, lohnt sich auch ein Besuch bei Ship’N’Train Travel in Halle 1 – einem weiteren Spezialisten mit viel Know-how und Sinn für aussergewöhnliche Routen.

6. Das Wetter

An sonnigen Wintertagen, wenn Skitage in den Bergen locken oder Outdoor-Aktivitäten im Flachland, steht eine Indoor-Ferienmesse selten ganz oben auf der Wochenend-Liste. Doch diesmal gibt es diesbezüglich keine Ausreden, der Fespo fernzubleiben. Für Donnerstag und Freitag sind für Zürich garstiges Wetter, Regen oder Schnee und Höchstwerte um fünf Grad angesagt. Und auch das Wochenende zeigt sich wenig einladend: viele Wolken, kaum Sonne. Was läge da näher, als es sich drinnen gemütlich zu machen, konkrete Ferienpläne zu schmieden und sich im Gespräch mit Reiseprofis inspirieren zu lassen?

7. Die Rückkehr des Wurststands

Es war an der Fespo 2025 ein kleiner Aufreger unter Ausstellern sowie Besucherinnen und Besuchern: An der Ferienmesse gab es zwar zahlreiche kulinarische Angebote, es fehlte aber ein Wurststand. Das schlug sprichwörtlich vielen auf den Magen. Dass ausgerechnet der fehlende Grillduft für so viel Gesprächsstoff sorgte, hatte auch Messeleiter Stephan Amstad überrascht. Die Kritik blieb jedoch nicht ungehört. «An der Messe 2026 wird es wieder einen Wurststand geben», versprach er im «Travel News Talk» zum Ende der letzten Ausgabe – und hielt Wort. An der Fespo 2026 gehören Cervelats und Bratwürste nun wieder ganz selbstverständlich dazu.