Trips & Travellers

Angelika Gehring spricht im «Travel News Talk» über ihre Leidenschaft für das südliche Afrika. Bild: TN

Angelika Gehring: «Ich schrecke nicht davor zurück, auch einmal unten durch zu müssen»

Eine Safari in Südafrika veränderte alles – und wurde zum Ausgangspunkt einer bemerkenswerten Karriere in der Reisebranche. Im «Travel News Talk» erzählt Angelika Gehring von ihrem Weg in die Selbständigkeit.

Manchmal braucht es nur einen einzigen Moment, um zu wissen, wohin die Reise geht. Bei Angelika Gehring war es eine Safari in Südafrika. Irgendwann während ihrer Reisebüro-Lehre bei Rolf Meier Reisen in Schaffhausen – sie dauerte von 1999 bis 2002 – reiste sie gemeinsam mit ihrem Bruder Marcel Gehring ins südliche Afrika.

«Da zog es mir den Ärmel rein», sagt sie in der neuesten Episode des «Travel News Talk». «Das erste Mal auf einem Safari-Fahrzeug sitzen und nebendran einen Löwen sehen – das ist einfach unbeschreiblich.»

Der Bruder, heute CEO von Let’s go Tours, hatte ihr den Weg in die Reisebranche gewissermassen vorgezeichnet. Doch Angelika Gehring ging ihren eigenen, oft verschlungenen Weg.

Nach der Lehre folgten Wanderjahre im Tourismus, immer wieder unterbrochen von Freiwilligenarbeit im Ausland. Die Faszination für das südliche Afrika aber blieb – und wurde zunehmend auch beruflich zum Fokus.

Sprung in die Selbständigkeit

2011 begann Gehring eine zehnjährige Karriere bei Knecht Reisen, wo sie sich mit grosser Leidenschaft um Reisen ins südliche Afrika kümmerte. «Das war eine extrem prägende Zeit», sagt sie rückblickend. Doch irgendwann meldete sich eine innere Stimme: Es war Zeit für den nächsten Schritt.

Den entscheidenden Impuls lieferte ausgerechnet die Corona-Pandemie. «Sie war für mich der Kick, es zu wagen», erzählt Gehring. Während vielerorts Stillstand herrschte, sah sie ihre Chance.

Im Spätherbst 2021 gründete sie Sundowner Travel, einen Spezialisten für Reisen ins südliche Afrika. Der Start war anspruchsvoll – weniger wegen der Destinationen als wegen der Bürokratie. «Was von Anfang an bestens funktionierte, waren die Beziehungen zu den Partnern vor Ort. Ich kannte alle», so Gehring. Das Administrative hingegen habe sie gefordert. Aufgeben kam dennoch nie infrage: «Ich schrecke nicht davor zurück, auch einmal unten durch zu müssen.»

Vier Jahre später hat sich der Mut mehr als ausgezahlt. Sundowner Travel befindet sich laut Gehring in einer konstanten Aufwärtsspirale, das Team ist auf vier Mitarbeiterinnen angewachsen. «Es waren sensationelle vier Jahre», sagt sie – und man glaubt ihr jedes Wort.

Im Podcast spricht Gehring zudem über die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder, ihre Verbundenheit zu Knecht Reisen und darüber, welches der überraschendste Aufsteiger im südlichen Afrika ist.

(RSU)