Trips & Travellers

Tonnenweise Pommes frites und Zwiebeln bedeckten vorübergehend den Strand von Eastbourne in Südengland. Bild: Screenshot Youtube / Mark 1333

Pommes-Teppich am Strand – öffentlicher Liebesakt mit Folgen

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Millionenklage nach Sturz auf Kreuzfahrtschiff

Eine ehemalige Personalchefin eines Kreuzfahrtunternehmens verklagt P&O Cruises auf umgerechnet rund 10,3 Millionen Franken, nachdem sie 2019 an Bord der Britannia in Cádiz auf einer nassen Bordtoilette ausgerutscht war. Die heute 52-jährige Kerry Middleton brach sich dabei einen Halswirbel und leidet nach eigenen Angaben seither an einer funktionellen neurologischen Störung, die sie an den Rollstuhl fesselt und arbeitsunfähig macht. Die Haftung für den Sturz wurde dem Unternehmen bereits zugesprochen, strittig ist nun die Höhe der Entschädigung. Carnival Plc, die Muttergesellschaft von P&O, bezweifelt den Zusammenhang zwischen Unfall und Erkrankung und stellt die Schwere der Einschränkungen infrage. Vor Gericht wurden heimlich aufgenommene Videoaufnahmen gezeigt, die Middleton bei alltäglichen Tätigkeiten in ihrem Zuhause zeigen. Die Verteidigung sieht darin Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit, während ihre Anwälte von einer Verletzung der Privatsphäre sprechen. (Gelesen im «Daily Echo»)

Enteisungsflüssigkeit durchnässter Passagier

Auf einem Flug von Delta Air Lines ist es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen. Ein Airbus A220 auf dem Weg von New York La Guardia nach Jacksonville musste kurz nach dem Enteisungsvorgang umkehren, nachdem Enteisungsflüssigkeit in die Kabine eingedrungen war. Wie aus dem Funkverkehr hervorgeht, meldete die Crew, dass Teile der Kabine durchnässt seien und ein Passagier Flüssigkeit abbekommen habe. Der Flug DL1307 kehrte daraufhin an ein Gate zurück und startete erst mit mehr als drei Stunden Verspätung. Als wahrscheinliche Ursache gilt eine Überbesprühung im Bereich der Einstiegstür, durch die die unter hohem Druck aufgetragene Flüssigkeit ins Innere gelangte. Bei der Enteisungsflüssigkeit handelt es sich um ein erhitztes Gemisch aus Propylenglykol und Wasser, das für den Flugbetrieb zugelassen ist. Auf Haut und Kleidung hat es jedoch nichts zu suchen. (Gelesen im «Aerotelegraph»)

Wintereinbruch verwandelt Chinesische Mauer in Eisfeld

Ein Wintereinbruch hat eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt zu einem rutschigen Abenteuer gemacht: Die Chinesische Mauer wurde bei Badaling nach Schneefällen zur Eisbahn. Auf Social Media kursieren Videos, die Touristinnen und Touristen zeigen, wie sie auf Händen und Knien über die vereisten Steinplatten kriechen. Andere klammern sich an Geländer oder rutschen lachend Stufen hinunter, die eher an eine Rodelbahn als an eine Sehenswürdigkeit erinnern. Trotz Warnungen liessen sich viele Besucherinnen und Besucher den seltenen Anblick der verschneiten Mauer nicht entgehen. (Gelesen in der «Times of India»)

Schweizer in Mexiko wegen öffentlichem Sex festgenommen

Im historischen Zentrum von Valladolid im mexikanischen Bundesstaat Yucatán sind eine Frau aus Puebla und ein Tourist aus der Schweiz vorübergehend von der Polizei festgenommen worden. Die beiden wurden dabei beobachtet, wie sie am Cenote Zací, einer bekannten, mitten in der Stadt gelegenen Karsthöhle, sexuelle Handlungen vornahmen. Der Cenote gehört zu den meistbesuchten Naturattraktionen der Stadt und wird täglich von zahlreichen Einheimischen sowie Touristinnen und Touristen frequentiert. Ein Beamter der Stadtpolizei sprach das Paar an und wies es darauf hin, dass es sich um einen Verstoss gegen die öffentliche Moral sowie um exhibitionistisches Verhalten handle. Nach dem Eingreifen der Polizei wurden beide in die Arrestzellen der kommunalen Sicherheitskräfte gebracht, wo die rechtliche Lage geklärt wurde. Die lokalen Behörden nutzten den Vorfall, um auf die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit öffentlichen und natürlichen Orten hinzuweisen – insbesondere in einer Stadt, die stark vom Tourismus lebt. Am Ende kamen die beiden mit einer Geldstrafe davon. (Gelesen bei «20 Minuten»)

Tonnenweise Pommes und Zwiebeln an Strand gespült

Was in den Niederlanden als «Patat Speciaal» Kultstatus hat, sorgt an der englischen Südküste derzeit für Kopfschütteln: Tonnenweise Pommes frites und Zwiebeln wurden an den Strand von Eastbourne gespült. Ihren Anfang nahm die kuriose Strandverschmutzung, als es nahe Seaford mehrere Schiffscontainer an Land schwemmte. Diese stammen vermutlich von Frachtern, die im Dezember Ladung verloren hatten. Die schlecht verpackten Lebensmittel verteilten sich grossflächig über den Strand, stellenweise bis zu 75 Zentimeter hoch. Der «Fast-Food-Strand» bereitet Sorgen: Neben den Lebensmitteln liegen zahlreiche Plastiksäcke herum, die für eine nahegelegene Robbenkolonie gefährlich werden könnten. Auch Hundebesitzer wurden aufgefordert, ihre Tiere anzuleinen, da die angeschwemmten Nahrungsmittel für Haustiere schädlich sein können. (Gelesen bei «BBC Sussex»)

(RSU)