Trips & Travellers
Reto Suter: «Ich kam fast ausgeschlafen und nicht gerädert in Amsterdam an»
Ausgeschlafen am Zielort ankommen, ohne den ökologischen Fussabdruck eines Fluges zu hinterlassen – mit diesem Versprechen hat das Zürcher Start-up Twiliner im Dezember 2025 die ersten Fahrten aufgenommen. Im neuen «Travel News Talk» berichtet Travelnews-Chefredaktor Reto Suter von seinem Selbsttest auf der Strecke von Zürich nach Amsterdam. Er schildert die elf Stunden an Bord des neuen Nachtbusses.
Die Reise beginnt am Zürcher Sihlquai, wo der Bus pünktlich – und aufgrund der winterlichen Bedingungen sogar etwas verfrüht – in Richtung Norden aufbricht. Reto Suter beschreibt eindrücklich, was die Fahrgäste für einen Preis ab 150 Franken erwartet: Ein grosszügiger Liegesitz mit drei Positionen, der sich für die Nacht in ein komplett waagrechtes Bett verwandeln lässt. Ausgestattet mit Kissen, Decke und frischem Bezug, bietet der Twiliner einen Komfort, der im direkten Vergleich sogar die Minicabins der ÖBB-Nachtzüge übertrifft. Positiv hebt Suter die Privatsphäre an Bord hervor sowie die geräumige, saubere Toilette mit Waschbecken.
Positives Fazit überwiegt
Im Podcast spricht Reto Suter aber auch offen über die Kinderkrankheiten des neuen Projekts. So kämpfte die Klimatisierung während der Fahrt mit starken Temperaturschwankungen zwischen grosser Hitze und nächtlicher Kühle. Auch wer die Zeit zum Arbeiten nutzen möchte, könnte enttäuscht werden: Aufgrund der Vibrationen und des Ruckelns auf der Autobahn war konzentriertes Schreiben am Laptop kaum möglich.
Dennoch überwiegt das positive Fazit. Während der Twiliner für preisbewusste Rucksacktouristen wohl zu teuer ist, bietet er für Geschäftsleute und Freizeitreisende, die Wert auf Nachhaltigkeit und Komfort legen, eine spannende neue Reiseform. Hören Sie jetzt rein und erfahren Sie alle Details über die Fahrt nach Amsterdam im rollenden Hotel und warum der Twiliner bald auch für Reisebüros ein Thema werden könnte.