Trips & Travellers

Ein kaum daumengrosses Sandwich ohne nennenswerten Belag sorgte bei einem Passagier auf einem Aer-Lingus-Flug für reichlich Unmut. Bild: Kennedy News and Media

Sandwich-Debakel über den Wolkengiftiger Handreiniger im Ferienhotel

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Ja-Wort im Mittelgang

Eine Hochzeit über den Wolken sorgt derzeit für viel Aufmerksamkeit auf Social Media: Ein Paar hat sich an Bord eines Southwest-Flugs das Ja-Wort gegeben. Ein Video der Zeremonie, das auf Tiktok fast neun Millionen Mal angesehen wurde, zeigt, wie die Braut durch den Mittelgang des Flugzeugs schreitet, während eine Flugbegleiterin die Trauung ankündigt. Die Zeremonie fand vor 136 Passagieren statt, die unfreiwillig zu Hochzeitsgästen wurden und das Paar mit Applaus feierten. Nach dem Kuss reichte das Brautpaar ein Gästebuch durch die Kabine, und sogar ein Brautstrauss wurde geworfen. In den sozialen Netzwerken fiel die Reaktion allerdings gemischt aus. Einige Nutzer sprachen scherzhaft von einer «Hochzeit ohne Fluchtmöglichkeit». Rechtlich ist eine Eheschliessung an Bord eines Flugzeugs in den USA zwar möglich, sie unterliegt jedoch komplexen Regeln. Juristen raten deshalb, die formelle Trauung am Boden vorzunehmen und die Feier in der Luft rein symbolisch zu halten. (Gelesen in der «New York Post»)

Langfinger in der Business Class

Ein nächtlicher Diebstahlversuch über den Wolken ist einem 26-jährigen Chinesen in Singapur teuer zu stehen gekommen. Der Mann wurde zu 20 Monaten Haft verurteilt, nachdem er auf einem Flug von Dubai nach Singapur das Handgepäck eines schlafenden Passagiers entwenden wollte. Gezielt hatte er dafür einen Sitz in der Business Class gebucht, um an Wertgegenstände zu gelangen. Die Tat flog auf, als die Ehefrau des Opfers den Zugriff bemerkte und umgehend das Kabinenpersonal alarmierte. Zwar legte der Täter das ungeöffnete Gepäck wieder zurück, doch darin befanden sich Bargeld und Luxusgüter im Wert von über 100’000 Singapur-Dollar, umgerechnet rund 62'000 Franken. Nach der Landung wurde der Mann festgenommen. Das Gericht wertete die Tat als besonders schwer, da Diebstähle an Bord das Vertrauen der Passagiere und den Ruf der Airline schädigten. (Gelesen bei «Reise vor 9»)

Gesundheitsalarm in australischem Familienresort

Feriengäste eines Resorts an Australiens Gold Coast werden aufgefordert, ein kostenlos abgegebenes Handdesinfektionsmittel umgehend zu entsorgen. In dem Produkt wurden Spuren von Methanol festgestellt, einer hochgiftigen Substanz, die bei Einnahme schwere gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod verursachen kann. Betroffen sind 60-Milliliter-Fläschchen, die zwischen August 2020 und Januar 2026 im Paradise Resort Gold Coast an Gäste verteilt wurden. Die australische Konsumentenschutzbehörde ordnete einen sofortigen Rückruf an und rät, das Desinfektionsmittel nicht weiter zu verwenden und im Hausmüll zu entsorgen. Das Hotel teilte mit, man habe frühere Gäste informiert und sämtliche Restbestände an die Gesundheitsbehörden übergeben. (Gelesen in der «Daily Mail»)

Das wohl traurigste Sandwich der Lüfte

Ein Sandwich so klein und lieblos, dass es einem Passagier den Appetit auf eine ganze Airline verdarb: Ein Ire hat nach einem Flug mit Aer Lingus öffentlich mit der Fluggesellschaft gebrochen. Der Journalist Oisín Breen erhielt auf dem Flug von Dublin nach Toronto ein vegetarisches Sandwich, das kaum grösser als ein Daumen war und fast völlig ohne Belag daherkam. «Das Sandwich war grauenhaft, wahrscheinlich das schlechteste, das ich je in meinem Leben gesehen habe, aber eigentlich war es gar kein richtiges Sandwich», klagte Breen, als er den ungeniessbaren Happen beschrieb. «Das Brot war winzig und staubtrocken.» Sogar das Kabinenpersonal zeigte sich beschämt und gab zu, dass «irgendetwas fehlt». Aer Lingus erklärte den Vorfall mit Problemen beim Catering-Zulieferer und bat um Entschuldigung. (Gelesen bei «Dublin Live»)

Schweizerin verliert Visum wegen Zigarettenschmuggel

Die australische Grenzschutzbehörde Australian Border Force (ABF) hat am Flughafen Perth das Visum einer 24-jährigen Schweizer Staatsbürgerin annulliert. Die Frau hatte versucht, eine grössere Menge Zigaretten illegal nach Australien einzuführen. Die Studentin war mit einem gültigen Studentenvisum am Perth International Airport angekommen und wurde von den Grenzbeamten für eine Gepäckkontrolle ausgewählt. Dabei entdeckten die Zollbeamten 2520 Zigaretten in ihrem Koffer. Ein Video dokumentiert den Vorfall. Auf ihrer Einreisekarte hatte die Reisende angegeben, nicht mehr als 25 Zigaretten mitzuführen. Aufgrund der falschen Deklaration beschlagnahmte die Australian Border Force die Zigaretten und verweigerte der Frau die Einreise. Ihr Visum wurde gestrichen. Neben dem Verlust der Zigaretten und der Reisekosten drohen der Schweizerin weitere Konsequenzen: Durch die Visumsannullierung könnte ihr die Wiedereinreise nach Australien für bis zu drei Jahre verwehrt bleiben. (Gelesen im «Blick»)

(RSU)