Trips & Travellers

In einem britischen Hotel kann der Blick aus dem Fenster teuer werden. Es gilt zu bestimmten Zeiten eine Vorhangpflicht Bild: Adobe Stock

Vorhang-Pflicht im HotelFrostbeulen im Flughafen-Terminal

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Schneechaos raubt Flugpassagieren die Nerven

Das winterliche Wetter zum Jahresbeginn 2026 hat den Flugverkehr in Europa stark beeinträchtigt, besonders am Flughafen Amsterdam-Schiphol. Betroffen war unter anderem ein Flug von British Airways nach London City, dessen Passagiere am Sonntag rund acht Stunden in einer Embraer E190 am Boden ausharren mussten. Grund dafür war eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie ein Sprecher der Airline erklärte. Zunächst erhielt die Maschine am frühen Nachmittag keinen Slot zur Enteisung, anschliessend überschritt die Crew ihre zulässige Arbeitszeit und durfte nicht mehr abheben. Erst im Lauf des Abends konnten die Reisenden das Flugzeug verlassen. British Airways bot Entschädigungsgutscheine an und empfahl als Alternative die Weiterreise mit der Bahn nach London. (Gelesen im «Aerotelegraph»)

Hund lässt Familie nicht mehr aus dem Hotelzimmer

Ein aggressiver Familienhund hat einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz ausgelöst. In einem Hotelzimmer in der Münchner Altstadt hat sich der Mischling aus Schäferhund und Labrador laut Polizei erbrochen und sich dann «aufgrund einer offensiven Ressourcenverteidigung» aggressiv gegen die dreiköpfige Familie, der er gehöre, verhalten. Ein solches Verhalten kommt laut einer Polizeisprecherin bisweilen bei Hunden vor, wenn sie Futter, Spielzeug oder auch Kot und Erbrochenes verteidigen wollen. Da sich das Tier im Hotelzimmer vor der Türe befunden habe, habe die Familie den Raum nicht verlassen können. Der 35-jährige Vater habe daraufhin die Polizei alarmiert. Ein Hundeführer habe dem Mischling einen Maulkorb angelegt, den Hund an die Leine genommen und in ein Tierheim gebracht. Verletzt worden sei niemand. (Gelesen in der «Süddeutschen Zeitung»)

Ski-Spass am Strand von Rimini

Dort, wo normalerweise sonnenhungrige Touristinnen und Touristen kaltes Glacé schlecken, spielte sich diese Woche Erstaunliches ab. Schnee verwandelte den Strand von Rimini in eine weisse Kulisse. Entlang der verschneiten Adriaküste nutzten einige Wintersportfans die Gunst der Stunde und schnallten kurzerhand die Ski an. Zu ihnen gehörte auch Alessandro Casadei, der auf Social Media für Aufsehen sorgte, als er sich über den schneebedeckten Strand ziehen liess. Dieser diente dabei als improvisierte Piste – nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Das ungewöhnliche Zusammenspiel von Meerblick und Wintersport rückte Rimini für einmal auch ausserhalb der Hochsaison in den Fokus. (Gelesen in «La Repubblica»)

@ale.casadei96

Oltre ad essere una zona marittima è anche una zona sciistica 😂⛷️ #rimini #mare #neve #sci

♬ original sound - Claudia Hernandez

Flughafenpersonal auf Mallorca bibbert bei 15 Grad

Eine Kältewelle sorgt am Flughafen Son Sant Joan auf Mallorca für Ärger: Im Check-in-Bereich klagt das Personal über Temperaturen von teils nur 15 Grad. Grund dafür seien umfangreiche Renovierungsarbeiten im Abflugterminal, die starke Zugluft verursachen, berichtet die Gewerkschaft CCOO. Mitarbeitende arbeiten laut eigenen Angaben seit Tagen mit Jacken und Schals am Schalter und sprechen von «unzumutbaren» Bedingungen. Der Flughafenbetreiber Aena weist die Kritik zurück und spricht von einer inzwischen behobenen technischen Störung. Beschäftigte sehen dagegen klar die Baustelle als Ursache und kritisieren unzureichende Heizlüfter. Bereits im vergangenen Winter habe es ähnliche Probleme gegeben, zudem sei es zuletzt zu Staubbelastung und sogar Wasserschäden im Gepäckbereich gekommen. (Gelesen in der «Mallorca Zeitung»)

Hotel ordnet Vorhang-Pflicht an

Gäste eines Hotels im englischen Blackpool müssen zu bestimmten Zeiten ihre Vorhänge schliessen. Sonst droht eine saftige Geldstrafe. Das Blackpool FC Stadium Hotel grenzt direkt an ein Fussballstadion und untersagt während Heimspielen den Blick aus dem Fenster. Betroffen sind die sogenannten Executive-Pitch-View-Zimmer mit direkter Sicht aufs Spielfeld, die rund 160 Euro pro Nacht kosten. Wer sich nicht an die Vorgabe hält, riskiert eine Strafe von bis zu umgerechnet 2600 Franken. Begründet wird das Verbot mit dem Sporting Events Act von 1985, der Alkoholkonsum in Sichtweite des Spielfelds untersagt. Zudem schreibt die English Football League vor, dass nur Ticketinhaber Spiele verfolgen dürfen. Brisant: Einen klaren Hinweis erhalten Gäste erst auf der Hotel-Website – nicht bei der Buchung. (Gelesen im «Telegraph»)

(RSU)