Trips & Travellers
Die 10 peinlichsten Touristenmomente 2025
10. Touristen hinterlassen Kleiderberge in Lappland
In Lappland löst ein kurioses Phänomen Unverständnis aus: Reisende lassen nach ihren Ferien teure Winterkleidung im Wert von bis zu 1000 Franken einfach zurück. Die Kleidung passt oft nicht ins Gepäck oder wird in der Heimat schlicht nicht mehr gebraucht. In Rovaniemi, der «Hauptstadt des Weihnachtsmanns», untersucht die Stadtverwaltung das Ausmass des Problems. Einige Hotels reagieren bereits und haben Sammelstellen für Spenden eingerichtet, um die Kleidung wohltätigen Zwecken zuzuführen. Ein geplantes Pilotprojekt soll künftig Recycling und Leihservices fördern, damit die Kleidungsstücke sinnvoll weiterverwendet werden können. Der Vorschlag: Abholservices und der Verkauf gebrauchter Winterausrüstung direkt vor Ort. Lappland kämpft um Lösungen – und gegen die Verschwendung. (Gelesen bei «Yle»)
9. Influencer-Yacht sinkt vor Miami
Was als Champagner-getränkter Nachmittag auf einer 4,5-Millionen-Dollar-Luxusyacht begann, endete für 32 Influencerinnen und Influencer vor Miami mit einem Einsatz der Küstenwache. Die Gruppe hatte eine Lamborghini Tecnomar gechartert – ein Boot, das eigentlich nur Platz für sieben Personen bietet. Doch Selfies, Tequila und Überladung führten zur Havarie: Die Yacht begann vor Star Island plötzlich Wasser zu schlucken und sank fast vollständig. Während einige Gäste in Panik gerieten, dokumentierten andere das Unglück für ihre Follower – inklusive Rettung ihrer Louis-Vuitton-Taschen und MacBooks. Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und US-Coast Guard waren im Grosseinsatz, verletzt wurde niemand. Nur wenige Stunden später posierten einige bereits wieder fröhlich für neue Storys. (Gelesen bei «Watson»)
8. Prügelei um Saunaliege endet vor Gericht
Reservierte Liegestühle sind in Hotels ein Dauerthema – doch in einem Luxushotel in Deutschland eskalierte der Streit komplett. Ein Mann legte sich auf eine Liege, obwohl sein Vorgänger sie mit Handtuch und Bademantel «gesichert» hatte – das liess der Platzhalter nicht auf sich sitzen. Nach einem hitzigen Wortgefecht folgte die Faust ins Gesicht – mit Folgen: Der Mann erlitt einen Nasenbruch, musste operiert werden und drei Tage im Spital bleiben. Vor Gericht bekam er nun 7900 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Weniger, als er eigentlich wollte. Denn wegen seines eigenmächtigen Handelns wurde die Summe um 25 Prozent gekürzt. Die Richter stellten klar: Liegen-Reservieren ist nicht erlaubt – aber Selbstjustiz auch nicht. (Gelesen bei «Reise vor 9»)
7. Sex-Skandal im Hotelpool
Ein deutsches Paar soll in einem Hotelpool im Nobelort Port d’Andratx auf Mallorca vor schockierten Gästen – darunter auch Kinder – Sex gehabt haben. Der 43-Jährige und seine 42-jährige Begleiterin sollen laut Anklage im Wasser des Viersterne-Hotels Mon Port Hotel & Spa heftig geknutscht und schliesslich alle Hemmungen verloren haben. Trotz Bitten anderer Badegäste, damit aufzuhören, liessen sie sich offenbar nicht stoppen. Mehrere Familien alarmierten schliesslich die Polizei, die das Paar festnahm. Jetzt müssen sich die beiden vor Gericht in Palma de Mallorca wegen «öffentlicher Unzucht» verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide eine Geldstrafe von je rund 5400 Franken. Eine britische Zeugin, die im Hotel wohnte, soll im Prozess aussagen. (Gelesen in «The Sun»)
6. Männer rennen ihrem Flieger übers Rollfeld hinterher
Am Flughafen Köln/Bonn ist es zu einer massiven Sicherheitspanne gekommen: Zwei verspätete Passagiere rannten auf das Vorfeld, um ihren Flieger nach Bukarest noch zu erreichen. Die beiden Männer hätten die Scheibe eines Notschalters eingeschlagen und eine gesicherte Nottür geöffnet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dann seien sie auf das Vorfeld in Richtung des Flugzeugs gelaufen. Ein Mitarbeiter der Flughafensicherheit hielt die beiden 28 und 47 Jahre alten Männer den Angaben zufolge auf, bis die Bundespolizei zur Verstärkung eintraf. Gegen die Männer ist ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet worden. Auch ein Verstoss gegen das Luftsicherheitsgesetz wird demnach geprüft. (Gelesen im «Spiegel»)
5. Kristallstuhl zerbricht unter Tourist
Im Palazzo Maffei in Verona ist ein mit Swarovski-Kristallen verzierter Stuhl des Künstlers Nicola Bolla von einem Touristen zerstört worden – weil dieser sich kurzerhand auf das filigrane Ausstellungsstück setzte. Wie ein Video zeigt, wartete das Paar, bis das Sicherheitspersonal den Raum verliess, ehe der Mann auf dem Kunstwerk Platz nahm – und es unter seinem Gewicht zusammenbrach. Danach verliessen die beiden fluchtartig das Museum. Der Vorfall sorgt nicht nur bei Kunstfreunden für Kopfschütteln, sondern auch bei der Museumsleitung: «Tagelang wussten wir nicht, ob eine Restaurierung möglich sein würde», sagt Direktorin Vanessa Carlon. Inzwischen ist der sogenannte «Van-Gogh»-Stuhl, nach aufwendiger Restaurierung, wieder ausgestellt. Künstler Nicola Bolla ist bekannt für seine mit Kristallen besetzten Werke – und für deren Fragilität. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt. (Gesehen bei «Bild»)
4. Pole-Dance-Skandal endet vor Gericht
Zwei Britinnen sind nach einem viralen Pole-Dance-Video vor dem Palast von St. Michael und St. George auf Korfu zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe und 200 Euro Busse verurteilt worden. Die Frauen hatten das aufsehenerregende Shooting selbst organisiert und wurden wegen Verstosses gegen das archäologische Gesetz und der Herabwürdigung eines Kulturguts angeklagt. Drei weitere Mitglieder der Pole-Dancing-Quintetts wurden freigesprochen. Tränenreich entschuldigten sich die beiden Verurteilten vor dem Gerichtsgebäude bei der griechischen Bevölkerung und beteuerten, sie hätten die kulturelle Bedeutung des Ortes nicht erkannt. Das Shooting hatte landesweit für Empörung gesorgt, wurde aber von manchen auch als missverstandene Kunst verteidigt. (Gelesen in der «Daily Mail»)
3. Mann provoziert Wolfsrudel im Yellowstone-Nationalpark
Im Yellowstone-Nationalpark hat ein Besucher für Entsetzen gesorgt, als er sich einem Rudel junger schwarzer Wölfe bis auf wenige Meter näherte. Ein Video zeigt, wie der Mann die Tiere zunächst rückwärtsgehend beobachtet, dann jedoch selbst auf sie zugeht und sie sogar mit Bärenspray besprüht. Die Wölfe liessen sich dadurch kaum beeindrucken und folgten ihm in ein kleines Tal, sodass Beobachter für einen Moment das Schlimmste befürchteten. Schliesslich zogen die Tiere ab, während der Mann später verwirrt zurückkehrte. Laut einem lokalen Wildtierexperten handelte es sich bei dem Rudel um unerfahrene Jungtiere, weshalb die Gefahr geringer war, als es schien. In Yellowstone gilt ein Mindestabstand von 100 Yards (rund 90 Meter) zu Raubtieren – Regeln, die Besucher regelmässig missachten. (Gelesen in der «New York Post»)
2. Hotelgäste hinterlassen ein Trümmerfeld
Im Ringhotel Winzerhof in Rauenberg bei Karlsruhe hat ein Paar ein völlig verwüstetes Hotelzimmer hinterlassen. Fotos auf Instagram zeigen das Chaos: kaputte Gläser, gestohlene Bademäntel, verstreute Konfetti, Luftballons und sogar Rauch im Zimmer. Zuvor hatten die auffällig junge Frau und der deutlich ältere Mann ausgiebig im Restaurant gegessen, getrunken und mehrere Flaschen Wein und Sekt bestellt. Nach einem späten Check-out verschwanden die beiden Gäste spurlos – zurück blieb ein erheblicher Schaden. Das Hotel spricht von einer notwendigen Sonderreinigung und beklagt einen respektlosen Umgang mit dem Familienbetrieb. Gleichzeitig ruft die Direktion andere Hoteliers zur Wachsamkeit auf. Unter dem Instagram-Post zeigt sich die Community gespalten: zwischen Mitleid und Vorwürfen, die Reaktion des Hotels sei übertrieben. (Gelesen bei «Focus»)
1. Randalierer verwüstet Gate am Flughafen Dublin
Ein betrunkener Passagier hat am Flughafen Dublin für Chaos gesorgt. Der junge Mann erschien oberkörperfrei am Gate 107 im Terminal 1 – und begann, einen Schalter zu verwüsten. Dabei riss er Gegenstände von Ryanair herunter, warf Mobiliar um und liess sich dabei bereitwillig filmen. Laut dem Flughafenbetreiber DAA hatte er seinen Flug verpasst und daraufhin jegliche Hemmungen verloren. Die Polizei nahm ihn fest, nun muss er sich vor Gericht verantworten. «Wir hoffen, dass wir ihn nie wieder am Flughafen Dublin sehen», kommentierte ein DAA-Sprecher trocken. (Gelesen in der «Daily Mail»)