Trips & Travellers
Drei Probleme, die den Tourismus in Phuket belasten
Phuket zählt zu den beliebtesten Ferieninseln Thailands. Doch mehrere Probleme trüben das Image der Destination. Der Präsident der Provinzverwaltung, Rawat Areerob, sprach bei einem Treffen mit Gouverneur Sophon Suwannarat offen an, was Reisende abschreckt: der allgegenwärtige Cannabisgeruch, das Roller-Chaos und fehlende Direktflüge.
Vor allem australische Reiseveranstalter hätten während einer Tourismus-Roadshow in Australien immer wieder dieselben Kritikpunkte genannt. Der Cannabisgeruch sei auf der Insel kaum zu überriechen, ein klarer Plan des Gesundheitsministeriums zur Eindämmung fehle bislang.
Laut «Bangkok Post» gibt es derzeit über 1640 Cannabis-Läden auf Phuket – und mangels Flächennutzungsgesetzen oder klarer Durchsetzungsbefugnisse lässt sich nur der öffentliche Konsum bestrafen.
Politik will Probleme angehen
Auch bei der Anmietung von Motorrädern hapert es: Viele ausländische Besucherinnen und Besucher setzen sich auf den Roller, ohne Fahrerfahrung oder Kenntnis der Verkehrsregeln – und sehen die Strassen eher als Spazierwege denn als gefährliche Verkehrsflächen.
Hinzu kommt der Wunsch nach mehr Direktflügen, vor allem aus Australien. Laut Rawat bevorzugen viele Reisende Verbindungen ohne Umsteigen – fehlen diese, weichen sie auf andere Ziele aus. Zumindest im Winterhalbjahr haben Schweizer Reisende dieses Problem nicht, da die Edelweiss ab Zürich mehrere Flüge wöchentlich ins thailändische Ferienparadies anbietet.
Das Gesundheitsministerium prüft inzwischen, Cannabis wieder als Betäubungsmittel ausschliesslich für medizinische Zwecke einzustufen. Ob dies reicht, um Phukets Image aufzupolieren, bleibt abzuwarten.