Trips & Travellers
Reinigungsteam plündert Flugzeuge – Käfer-Chaos am Strand
Mini-Spinnen in Guetsli-Packungen
Versteckt in mehreren Guetsli-Packungen wurden 1500 Mini-Vogelspinnen illegal nach Deutschland gebracht – per Flugzeug. Doch den Zollbeamten am Flughafen Köln/Bonn fiel die ungewöhnliche Fracht bei einer Routinekontrolle auf. Zum kuriosen Vorfall kam es, als die Ermittler ein Paket aus Vietnam überprüften: «Bereits der auffällige Geruch beim Öffnen des grossen Pakets passte nicht zum angeblichen Inhalt von sieben Kilogramm Keksen», so Jens Ahland, Sprecher vom Hauptzollamt Köln. In den Verpackungen fanden die Beamten rund 1500 Vogelspinnen in unterschiedlichen Grössen: Einige ganz kleine, nicht grösser als ein Cent-Stück, und andere, die bereits deutlich grösser waren und zum Versand einzeln in kleine Becher eingeschlossen wurden. Laut Ahland überlebte eine Vielzahl der Vogelspinnen den illegalen Transport nicht. (Gelesen in der «Kronen Zeitung»)
Kameras entlarven Duty-Free-Diebe
Ein auffälliger Schwund an Duty-Free-Waren auf bestimmten Flügen veranlasste die irische Fluggesellschaft Aer Lingus, versteckte Überwachungskameras in zwei von ihren Flugzeugen zu installieren. Die Massnahme brachte schnell Aufklärung: Zehn Reinigungskräfte am Flughafen Manchester hebelten mit Werkzeugen Metall-Sicherungen auf, um sich an den Trolleys zu bedienen. Das geschah meist nachts, wenn die Langstreckenjets vom Typ Airbus A330 auf dem Vorfeld standen. Die Maschinen wurden für sogenannte Fifth-Freedom-Flüge zwischen Manchester und New York JFK eingesetzt und waren entsprechend gut mit Duty-Free-Gütern, Snacks und Getränken bestückt. Aer Lingus schätzt den Gesamtschaden auf rund 200'000 Euro (rund 186'000 Franken). Der Wert der nachgewiesenen Beute lag allerdings nur bei 1290 Euro. Die geständigen Diebe wurden nun in einem Gerichtsverfahren verurteilt – nicht zu Gefängnisstrafen, sondern zu gemeinnütziger Arbeit. (Gelesen bei «Reise vor9»)
Marienkäfer-Alarm an Englands Küsten
Ein sommerliches Naturphänomen sorgt an britischen Stränden derzeit für Aufsehen: Millionen Marienkäfer fallen über die Küstenregionen her. In Weston-super-Mare am Bristolkanal suchten Badegäste sogar Schutz in ihren Autos – zu dicht war der Schwarm der kleinen Krabbler, die sich auf Liegestühlen, Strandtüchern und sogar Restauranttischen niederliessen. Laut Experten ist es die grösste Marienkäfer-Invasion seit dem Rekordsommer 1976. Grund dafür sind die anhaltenden Hitzewellen und die damit verbundene Explosion der Blattlauspopulation – der Leibspeise der Käfer. Auch ein Cricket-Spiel musste kürzlich unterbrochen werden, weil die Insekten das Spielfeld überfluteten. (Gelesen in «The Sun»)
Nagerlärm im Hotel: Geld zurück
Eine Familie aus München erhält wegen nächtlichem Nagerlärm in einem Hotel auf Kreta eine Rückerstattung von 684 Euro. In den ersten Nächten der gebuchten Pauschalreise für über 5300 Euro sei es im Zimmer laut zugegangen – offenbar durch Nagetiere hinter der Wand. Nach drei schlaflosen Nächten erfolgte der Umzug in ein kleineres Ersatzzimmer. Das Amtsgericht München bewertete die nächtliche Ruhestörung als Reisemangel und sprach der Familie eine Preisminderung von 45 Prozent für vier Tage zu. Einen zusätzlichen Schadensersatz für «nutzlos aufgewendete Urlaubszeit» lehnte das Gericht jedoch ab. Die Tagesgestaltung sei nicht beeinträchtigt gewesen, und die Schwelle für entgangene Urlaubsfreude sei nicht erreicht worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Gelesen bei «touristik aktuell»)
Geister-Flixbus kracht in Bahnhofsgebäude
Am Bahnhof Gare do Oriente in Lissabon kam es zu einem spektakulären Zwischenfall: Ein offenbar fahrerloser Flixbus rollte unkontrolliert über den Vorplatz und krachte in ein Gebäude. Der Reisebus durchbrach dabei Bushaltestellenbereiche und rammte schliesslich die Fassade eines chinesischen Restaurants. Passanten konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen – verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand. Portugiesische Medien berichten, dass der Bus zuvor ordnungsgemäss parkiert gewesen sei. Warum sich das Fahrzeug dennoch selbstständig machte, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen. (Gelesen im «Blick»)