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Ein Körperscanner an einem US-Flughafen kann bei Feuchtigkeit in der Kleidung Alarm schlagen – etwa durch starkes Schwitzen im Schritt. Bild: HRIA

Verschwitzter Schritt kann am Flughafen für Probleme sorgen

Feuchtigkeit in der Kleidung kann an Flughafenkontrollen zu zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen führen. Grund dafür sind Körperscanner, die bei veränderter Materialdichte Alarm schlagen. Insbesondere bei Schweiss im Intimbereich.

Sommerhitze und Fliegen vertragen sich nicht immer – besonders dann nicht, wenn der Körperscanner am Flughafen plötzlich Alarm schlägt. Was nach einem schlechten Scherz klingt, sorgt derzeit für Gesprächsstoff: Schweiss im Intimbereich kann bei der Sicherheitskontrolle zu unangenehmen Zusatzchecks führen.

Auslöser der Debatte war ein Beitrag auf Reddit: Eine Frau, die nach 15 Jahren erstmals wieder geflogen ist, schilderte ihre Erfahrung. An gleich zwei Flughäfen schlug der Scanner in der Leistengegend an – ohne Piercings, medizinische Implantate oder andere offensichtliche Gründe. Ihr Verdacht: ein schwitzender Schritt. Prompt meldeten sich zahlreiche User mit ähnlichen Geschichten unter dem Begriff «Swamp Crotch», wie das Newsportal «Nau.ch» schreibt

Was zunächst nach Internetwitz klingt, hat einen handfesten Hintergrund. Wie die US-Transportsicherheitsbehörde TSA gegenüber «CNN» erklärt, reagieren Millimeterwellen-Scanner nicht nur auf metallische Gegenstände, sondern auch auf Feuchtigkeit in der Kleidung. Der Schweiss kann die Materialdichte verändern und so ein Alarmsignal auslösen – besonders in sensiblen Körperzonen.

Die Folge: manuelle Nachkontrollen durch das Sicherheitspersonal, etwa mit dem Handscanner oder im Rahmen eines sogenannten Pat-Downs – einem gründlichen Abtasten des betroffenen Bereichs. Laut TSA ist das notwendig, um potenzielle Gefahren auszuschliessen.

(TN)