Trips & Travellers

So sieht eines der Themenzimmer im Erotik-Motel «Mo.om» in Mailand aus – hier landeten Crewmitglieder von British Airways versehentlich. Bild: Mo.om Motel

Airline-Crew in SexhotelPreisschock nach Frühstücks-Schmaus

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Tourist reisst Loch in Barockgemälde

Ein Selfie mit Folgen: In den weltberühmten Uffizien in Florenz hat ein Tourist beim Fotografieren ein barockes Gemälde beschädigt. Der Mann lehnte sich offenbar zu stark gegen Rahmen und Leinwand, bis letztere an mehreren Stellen lädiert wurde. Auf Höhe des Fusses blieben Risse auf dem jahrhundertealten Gemälde zurück. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie der Tourist erschrocken zurückweicht. Der Schaden gilt laut Museumsleitung als reparabel, das Werk wurde zur Restaurierung entfernt. Museumsdirektor Simone Verde zeigte sich dennoch empört über den Vorfall. Man werde nun klare Regeln erlassen, um respektloses Verhalten gegenüber dem Kulturerbe zu unterbinden. (Gelesen bei «Euronews»)

Crew von British Airways landet versehentlich im Stundenhotel

Ein peinlicher Buchungsfehler hat für British-Airways-Crewmitglieder in Mailand unerwartete Folgen gehabt: Statt wie geplant in einem Vier-Sterne-Hotel landeten sie im Erotik-Motel «Mo.om». Die Unterkunft war mit Bondage-Betten, Spiegeldecken und Käfigen ausgestattet – ein Ort, der eher für andere Arten von Nächten ausgelegt ist. Schlaf fanden die Airline-Mitarbeitenden kaum, denn rund um die Uhr waren eindeutige Geräusche und rege Aktivitäten zu hören. Laut britischen Medien war sogar von einer 24-Stunden-Orgie, zwielichtigen Gestalten und suspekten Rückständen im Zimmer die Rede. Einige Crewmitglieder waren daraufhin nicht einsatzfähig für ihren Rückflug. British Airways spricht von einem Fehler aufgrund fehlender Hotelkapazitäten und will den Vorfall intern prüfen. (Gelesen in «The Sun»)

937 Dollar fürs Frühstück – lohnt sich das?

Ein Vater aus Kalifornien hat mit seiner Familie das berühmte «Princess Breakfast» im Disneyland Grand Californian Hotel genossen – und beim Blick auf die Rechnung fast den Kaffee ausgespuckt: 937.65 US-Dollar für fünf Personen. Seine ehrliche Reaktion auf X ging viral und wurde über 17 Millionen Mal angesehen. Beim märchenhaften Frühstück erhalten die Gäste ein Drei-Gänge-Menü mit Waffeln, Eiern, Rippchen und Dessert – dazu besuchen Disney-Prinzessinnen die Tische, verteilen Umarmungen, Glitzer und gute Laune. Kostenpunkt: rund 142 Dollar pro Person, unabhängig vom Alter. Trotz des stolzen Preises – und eines Trinkgelds von 150 Dollar – zeigte sich der Familienvater versöhnlich. Essen, Service und das Erlebnis hätten überzeugt. «Ich habe mit der Hälfte gerechnet, aber es war trotzdem ein schöner Morgen», lautete sein Fazit. (Gelesen bei «Hotel vor9»)

Passagiere tricksen Gebühren mit Zwiebellook aus

Bee Solman und ihr Freund Ben wollten vom Bristol Airport im Südwesten Englands in die Ferien nach Murcia fliegen, als sie plötzlich vor einem Problem standen. Das Pärchen hatte bereits 280 Pfund für den Hin- und Rückflug mit Easyjet, inklusive eines Aufpreises für die Sitzplatzwahl, bezahlt. Doch als die beiden an Bord der Maschine gehen wollten, wurden sie aufgehalten. «Wir hatten Pech, weil das Personal uns zufällig auswählte, um unser Gepäck zu kontrollieren», sagte Bee Solman. Bens Tasche wurde beanstandet: Sie war zu gross fürs Handgepäck. Die geforderte Zusatzgebühr von 70 Pfund war dem Paar zu teuer. Kurzerhand zog sich Bee auf der Toilette sieben Hosen, zwei Tops und eine Jacke übereinander an, Ben folgte ihrem Beispiel mit mehreren Hemden und Shorts. Gemeinsam schafften sie es so, die strenge Gepäckkontrolle zu umgehen. Die Aktion sorgte beim Flughafenpersonal für Erheiterung – und das Paar durfte an Bord. (Gelesen in der «Bild»)

Touristen-Polonaise in historischem Brunnen

Ein virales Video sorgt derzeit in Sevilla für Empörung: Mehrere ausländische Gäste tanzten in einer historischen Brunnenanlage im Herzen der Altstadt – nur wenige Schritte von der berühmten Giralda entfernt. Die Szene ereignete sich auf der Plaza de la Alianza im Stadtteil Santa Cruz, einem Hotspot für Besucherinnen und Besucher. Auf Social Media wird der Vorfall heftig diskutiert – von harmloser Ferienlaune bis respektlosem Kulturbanausentum. Besonders scharf fällt die Kritik von Anwohnenden aus, die über zunehmende Gentrifizierung, Lärm, Müll und den Verlust städtischer Identität klagen. Die betroffene Brunnenanlage stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde einst aus den Jardines de las Delicias hierher versetzt – ein historisches Juwel, das vielen gar nicht bewusst ist. Eine Kunsthistorikerin mahnte auf Instagram: «Viele respektieren nicht, was sie nicht kennen.» (Gelesen im «Diario de Sevilla»)

(RSU)