Trips & Travellers

So fliegen die Maschinen den Flughafen der griechischen Insel Skiathos an. Bild: Unsplash

Triebwerk schleudert Touristin weg – Crew-Schwindel fliegt auf

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Bergsteiger schreit sich in letzter Minute in Sicherheit

Dramatische Rettung auf der Zugspitze: Zwei deutsche Bergsteiger sind vor dem Erfrierungstod bewahrt worden. Die Männer aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hatten sich von ihrer Fünfergruppe getrennt und sassen am gesperrten Bayernsteig fest – schlecht ausgerüstet und ohne Handy. Einer schrie über eine Stunde lang um Hilfe, der andere konnte per Whatsapp die Bergrettung alarmieren. Die Einsatzkräfte holten zunächst nur einen von beiden mit dem Helikopter – und glaubten, den Fall damit abgeschlossen zu haben. Erst durch Hinweise der übrigen Gruppenmitglieder wurde die Suche fortgesetzt. Stunden später fanden Retter den zweiten Mann – durchnässt, unterkühlt, aber am Leben. (Gelesen im «Spiegel»)

Jetblast schleudert Touristin zu Boden

Der Flughafen von Skiathos gilt als das St. Maarten Europas – und ist ein Magnet für Planespotter. Die nur 1600 Meter lange Landebahn verläuft spektakulär von Strand zu Strand, die Jets starten und landen nur wenige Meter über den Köpfen der Zuschauer. Besonders beliebt: der Blick vom Hafen oder vom Xanemos Beach. Doch das Spektakel ist nicht ungefährlich. Am Montag wurde eine deutsche Touristin vom Triebwerksstrahl eines startenden Jets zu Boden gerissen, als sie sich direkt hinter dem Pistenzaun aufhielt. Zum Glück erlitt sie nur leichte Verletzungen. Die Szene erinnert an ähnliche Zwischenfälle auf St. Maarten – und zeigt einmal mehr: Faszinierende Nähe hat ihren Preis. (Gelesen im «Aerotelegraph»)

Zoll findet Geldpakete im Kühlschrank

Das Fahrzeug eines 40-Jährigen Mannes ist vom Zoll am Grenzübergang Reitzenhain im deutschen Bundesland Sachsen kontrolliert worden. Dabei gab der Mann an, nur 50 Euro dabei zu haben. Diese Aussage wurde schliesslich als falsch entlarvt. Die Zöllner entdeckten einen originalverpackten kleinen Weinkühlschrank im Kofferraum, dessen Verpackung beschädigt war. «Der Mann gab an, den Kühlschrank als Retoure von der Slowakei wieder zurück in die Niederlande transportieren zu wollen. Ob sich Gegenstände in dem Kühlschrank befänden, konnte der Mann nicht sagen», heisst es in der Mitteilung des Hauptzollamts Erfurt. Wie sich herausstellte, waren im Kühlschrank mehrere Bargeldpakete mit einem Gesamtwert von über 124'000 Euro. Gegen den 40-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet. (Gelesen bei «Focus»)

Fake-Flight Attendant fliegt über 30 Mal gratis

Ein 35-jähriger US-Amerikaner wurde verurteilt, weil er sich jahrelang als Flugbegleiter oder Pilot ausgab, um gratis durch die USA zu fliegen. Laut US-Staatsanwaltschaft buchte der Mann auf diese Weise mindestens 34 Flüge, obwohl er nie als Crew-Mitglied tätig war. Die Tickets sind eigentlich nur für echte Mitarbeitende von Airlines reserviert – doch der Fake-Angestellte nutzte interne Systeme und gab sich bei sieben Fluggesellschaften als Mitarbeitender aus. Auch in sichere Flughafenbereiche verschaffte er sich so Zutritt. Im Februar wurde der Mann in Kalifornien verhaftet. Nun drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft. Das Urteil soll im August verkündet werden. (Gelesen bei «CNN»)

Bahn schmeisst Fahrgäste wegen Dreck raus

Ungewöhnliches Ende einer Zugfahrt: Für die Passagiere des ICE 886 von München nach Hamburg war am Dienstag in Nürnberg Endstation – wegen starker Verschmutzung im Zug. Das Bordpersonal erklärte die Weiterfahrt für unzumutbar und liess alle Reisenden aussteigen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte den Vorfall und sprach von einem bedauerlichen Einzelfall. Wie genau der Zug aussah, blieb offen – Bilder gibt es bislang keine. Rund eine Stunde später wurde eine alternative Verbindung bereitgestellt. Betroffene können eine Entschädigung beantragen. Die Bahn betont: Sauberkeit habe im Fernverkehr höchste Priorität – diesmal wurde sie offensichtlich verfehlt. (Gelesen in der «FAZ»)

(RSU)