Trips & Travellers
Papst-Tod lässt Hotelpreise in Rom explodieren
Rom erlebt dieser Tage eine seltene Mischung aus tiefer Trauer und touristischem Ansturm. Der Tod von Papst Franziskus am Ostermontag hat Millionen von Gläubigen weltweit erschüttert – und viele davon zieht es nun in die Ewige Stadt, um Abschied zu nehmen. Seit Mittwochvormittag liegt der Leichnam des Pontifex im Petersdom aufgebahrt, die Beisetzung findet am Samstag, um 10 Uhr, in der Basilika Santa Maria Maggiore statt.
Zu diesem Anlass reisen nicht nur Gläubige, sondern auch zahlreiche Staatsoberhäupter nach Rom – darunter Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und US-Präsident Donald Trump. Erinnerungen an das Jahr 2005 werden wach, als vier Millionen Menschen zur Beerdigung von Johannes Paul II. pilgerten. Auch jetzt rechnen die Behörden mit ähnlich gewaltigen Menschenmengen.
Hotelpreise verdoppeln sich – wenn überhaupt noch etwas frei ist
Die hohe Nachfrage macht sich deutlich bemerkbar – vor allem auf dem Hotelmarkt. Wer in Rom derzeit ein Zimmer sucht, braucht Geduld, Glück oder ein prall gefülltes Portemonnaie. Laut «Blick» sind auf der Buchungsplattform Booking fast alle Unterkünfte zwischen Donnerstag und Sonntag ausgebucht.
Und wo es noch Verfügbarkeiten gibt, schnellen die Preise in schwindelerregende Höhen: Drei Nächte im Hotel Il Cantico St. Peter, nur 20 Gehminuten vom Petersdom entfernt, kosten aktuell 1203 Franken. Das gleiche Angebot finden Reisende einen Monat später für 557 Franken.
Auch im Hearth Hotel, direkt an der Grenze zum Vatikan, liegen die Preise rund 550 Franken über dem Normalniveau. Unterkünfte unter 350 Franken pro Nacht sind derzeit kaum zu finden.
Die Stadt wäre auch ohne Papst-Trauerfeier bereits am Anschlag. Denn 2025 ist ein Heiliges Jahr in der katholischen Kirche – ein Ereignis, das nur alle 25 Jahre stattfindet und Rom zu einem Wallfahrtsziel für Millionen macht. Die Hotellerie reibt sich die Hände, während sich Pilgerinnen und Pilger um Zimmer raufen.