Trips & Travellers

Die erfolgreichsten Schweizer Beachvolleyballerinnen, Joana Mäder (links) und Anouk Vergé-Dépré, sind fast das ganze Jahr über gemeinsam unterwegs. Bilder: zVg

Steckbrief «Ich drückte auf die Tränendrüse, um in den Flieger zu kommen»

Die Schweizer Beachvolleyballerinnen Anouk Vergé-Dépré und Joana Mäder erzählen, weshalb sie vor der Abreise oft noch länger in der Küche stehen. Und: Sie verraten ihre grössten Reise-Pannen.

Dahin geht meine nächste Reise:

Joana Mäder: Nach Teneriffa ins Trainingslager – ist also keine Ferienreise, sondern eine Job bedingte.

Anouk Vergé-Dépré: Eine grosse Reise habe ich hinter mir. Über Weihnachten/Neujahr war ich auf Guadeloupe, meiner zweiten Heimat. Ab jetzt bin ich wieder hauptsächlich für den Sport unterwegs.

Damit fliege ich am liebsten:

Joana Mäder: Ich fliege am liebsten mit Swiss oder Edelweiss. Da weiss man, was man bekommt, und das Essen ist auch meist gut.

Anouk Vergé-Dépré: Mit Noise-Cancelling-Kopfhörern und Musik.

Diese Ferien sind unvergesslich:

Joana Mäder: Am besten in Erinnerung geblieben sind mir Ferien mit meiner Mutter und meinem jüngeren Bruder in Santorini. Wir gingen in der Nebensaison. Deshalb war es sehr ruhig. Zudem hatten wir super Wetter – und es ist schlicht eine wunderschöne Insel.

Anouk Vergé-Dépré: Unvergessliche Ferien hatte ich im vergangenen Sommer in Ligurien: Wunderbares Essen, schöne Buchten, einfach «Dolce far niente».

Das ist der schönste Strand, an dem ich je war:

Joana Mäder: Da kann ich mich kaum entscheiden zwischen: Rio mit den brasilianischen Vibes und Sansibar mit weissem Sand und türkisblauem Wasser – beides ein Traum.

Anouk Vergé-Dépré: Anse Canot auf den kleinen Nebeninseln von Guadeloupe.

Dieses Gadget habe ich immer dabei:

Joana Mäder: Meine Noise-Cancelling Kopfhörer. Damit ich in meine eigene Welt abtauchen und mich gut erholen oder schlafen kann.

Anouk Vergé-Dépré: iPad, iPhone und Kopfhörer.

Das ist mein besonderes Reise-Ritual:

Joana Mäder: Häufig bereite ich mir noch einige Mahlzeiten zu, damit ich auf Reisen gesundes Essen dabei habe.

Anouk Vergé-Dépré: Oft koche ich mir zu Hause noch etwas, um auch unterwegs gesunde und gute Mahlzeiten zu haben. In unserem Beruf reisen wir oft und Ernährung spielt für uns eine wichtige Rolle.

Ich buche jeweils über:

Joana Mäder: Ganz unterschiedlich. Meist direkt über die Seite der Airlines oder auch über ein Reisebüro.

Anouk Vergé-Dépré: Mal hier, mal dort.

Das war meine grösste Reise-Panne:

Joana Mäder: Ich musste schon oft aufs Flugzeug rennen, weil ich zu spät war. In Zürich kam ich 2014 sehr knapp am Flughafen an. Zudem war die ganze Abflughalle wegen der Leichtathletik-EM überfüllt. So versuchte ich mein Glück am Business-Schalter und musste etwas auf die Tränendrüse drücken, um noch in den Flieger zu kommen.

Anouk Vergé-Dépré: Da gibt es zwei richtig grosse Pannen: In China bin ich mit dem Taxi mit meinem letzten Bargeld zum Bankomaten gefahren. Doch die Bank war zu und das Taxi weg. Ich konnte nichts lesen und die mobilen Daten auf dem Phone nicht aktivieren. Und Bargeld für den Rückweg hatte ich ja auch keines. Zum Glück konnte ich mich irgendwie verständigen mit Händen und Füssen, und einige liebe Menschen haben mir geholfen. Während Corona sass ich eine Woche im Hotelzimmer in Mexiko fest, statt Beachvolleyball zu spielen. Dies, weil ich Kontaktperson einer infizierten Person war – das war definitiv die grösste Panne.

(RSU)