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Bruno Franzen (* 13. Februar 1942 – † 11. August 2017) an einer Ausstellung des Künstlers Schang Hutter, den er sehr schätzte. Bild: Niklaus Stauss

Tourismuspionier Bruno Franzen (†75) ist gestorben

Der Interhome-Gründer, der frühzeitig auf Computer setzte, verstarb am Freitag.

Als 1965 Bruno Franzen in London die Vermittlungsagentur für Ferienwohnungen gründete, begann eine lange Erfolgsgeschichte. Nach zehn Jahren verfügte Swiss Chalets-Interhome über 105 Mitarbeiter in 16 Büros. 1980 lancierte der Pionier im Tourismus ein EDV-System, war ab dann online mit allen ausländischen Geschäftsstellen verbunden und wurde als «Erfinder des papierlosen Büros» bezeichnet.

1989 übernahm Hotelplan die Interhome AG zu einem stolzen Preis. Noch bis 1996 blieb Bruno Franzen als CEO an Bord. Ab 1999 erfolgten die ersten Buchungen online. 2016 vermittelte Interhome 660'000 Feriengäste und erzielte einen Umsatz von 186 Millionen Franken.

Noch vor einem Jahr sagte Franzen im Interview mit travelnews.ch, er könne nicht über Langeweile klagen. In den letzten Jahren beriet er KMUs und Einzelunternehmer, war Mäzen in der Kunstszene und Herausgeber von Kunstbänden.

Jetzt ist der erfolgreiche Touristiker im Alter von 75 Jahren gestorben. Gemäss «Blick» erlag er am Freitag einer Hirnblutung.

(GWA)