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Kajak, Bike und Klettern: Caroline Dokas Elixier. Bild: HO

Caroline Doka gewinnt den Imholz-Förderpreis 2016

Die Basler Journalistin wird im Herbst im Nyungwe Forest in Ruanda von einer neu entdeckten Nilquelle bis zum Vulkan Nyiragongo reisen.

Die Basler Journalistin Caroline Doka gewinnt den vierten „Imholz Förderpreis“. Mit dem Preisgeld von 7500 Franken reist Doka nach Ruanda und in den Kongo. Die 53-jährige Caroline Doka ist die vierte Gewinnerin des einzigen Schweizer Journalistenpreises, der nicht eine bereits publizierte Reportage auszeichnet, sondern ein paar Schritte vorher ansetzt: Bei der Idee.

Die Basler Journalistin wird sich im Herbst 2016 in den Nyungwe Forest im Südwesten Ruandas aufmachen, um von einer erst kürzlich entdeckten Nilquelle im Kajak und zu Fuss bis zum Kongoleser Vulkan Nyiragongo zu reisen. Das Thema Wasser und Feuer ist im Ostafrikanischen Grabenbruch allgegenwärtig und wird Caroline Doka während ihrer Reportage ständig begleiten.

Die Absolventin der Ringier-Journalistenschule schreibt als Freelancerin regelmässig Reise- und Outdoorartikel für die "NZZ am Sonntag" und die Outdoorbeilage der "Berner Zeitung". Sie hat in allen grossen Schweizer Printtiteln wie "Schweiz am Sonntag", "Tages-Anzeiger", "Der Bund", "Schweizer Familie", "Basler Zeitung" oder "Südostschweiz" publiziert. Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Sonja Hüsler (Präsidentin Swiss Travelwriters Club und Reisejournalistin bei Ringier Axel Springer Schweiz), Katharina Deuber (Vorstandsmitglied Swiss Travelwriters Club, TV-Journalistin und Moderatorin) sowie Christoph Ammann (Ressortleiter Reisen SonntagsZeitung, TagesAnzeiger und Der Bund sowie STC-Gründungsmitglied) gratulieren Caroline Doka.

30 Journalisten haben Ideen für den “Imholz Förderpreis“ eingereicht, der vor vier Jahren von der Hans Imholz-Stiftung und dem Swiss Travelwriters Club lanciert worden war. Das Ideen-Spektrum war breit: Von der Couchsurfing-Reise durch den Iran bis zum Trekking-Trip durch Hongkong war alles dabei. Zwei Themen haben die Teilnehmer jedoch besonders beschäftigt: Digital Detox und die Grand Tour of Switzerland. Dazu wurden mehrere Konzepte eingereicht. Die Teilnahmebedingungen für die fünfte Auflage des „Imholz Förderpreises“ werden Anfang 2017 auf www.swisstravelwritersclub.ch festgehalten. Bei Fragen können sich Interessierte an die STC-Präsidentin und das Imholz-Förderpreis-Jurymitglied Sonja Hüsler wenden: 079 254 63 63 oder sonja.huesler@ringieraxelspringer.ch.

Caroline Dokas eingereichtes Konzept

Wasser und Feuer — am Ostafrikanischen Grabenbruch ist beides ganz nah. Seen, Flüsse und aktive Vulkane finden sich hier in nächster Nähe. Sie sind in der Kombination atemberaubend schön, bisweilen aber auch äusserst gefährlich.

Die Frage nach der Quelle des Nils fasziniert die Menschen seit Tausenden von Jahren. Heute sind mehrere Nilquellen bekannt, und ab und zu wird eine neue entdeckt wie vor wenigen Jahren im Nyungwe Forest, einem Regenwald im Südwesten Ruandas. Dann jubelt die Welt. Ich mache mich zu Fuss auf, im dichten ruandischen Bergregenwald jene jüngst entdeckten Quellen des Nils zu finden, die dem längsten Fluss der Erde weitere 100 Kilometer schenken.

Doch die Reise ist an den Quellen des Nils nicht zu Ende. Vom Wasser führt sie zum Feuer: im Kajak über den Kivu-See, in dessen Tiefe ein unermesslicher Schatz ruht, und schliesslich zu Fuss auf den Nyiragongo Vulkan im Kongo, in dessen Krater ein feuriger Lavasee brodelt.

Dieses Abenteuer zwischen Wasser und Feuer ist eine Reise am Herzschlag der Erde. Eine Reise zwischen einem atemberaubenden Naturerlebnis und dem Bewusstsein, dass ein Ausbruch des Nyiragongo jederzeit eine Katastrophe auslösen könnte, würde er den riesigen Methanschatz in der Tiefe des Kivu-Sees befreien. Eine Reise zwischen Schönheit und Schaudern, die gehörig Herzklopfen bereitet — dem Schreibenden genau so wie den Leserinnen und Lesern.

(TN)