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Ein riesiger Pool mitten in den Bergen? Ja, auch das gibt es in Marokko, im White Camel Camp. Alle Bilder: Manuela Modena / Let's go Tours

«Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um das vielfältige Marokko zu besuchen»

Von Manuela Modena

Zwei Reiseprofis von Let's go Tours waren gemeinsam mit einer Reisespezialistin von Helbling Reisen in Marokko unterwegs und haben ihre Eindrücke in einem ausführlichen Bericht festgehalten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir es kaum erwarten endlich wieder nach Marokko zu reisen. Am Freitag, 9. September, war es dann soweit und wir flogen mit der Iberia via Madrid nach Marrakesch. Aktuell brauchen vollständig geimpfte Personen aus der Schweiz lediglich ein Gesundheitsformular – that’s it! Nicht geimpfte Personen können mit einem negativen PCR-Test (max. 72 Std) einreisen, also auch keine grosse Sache. Und wenn man, so wie wir, via Spanien reist, muss man noch ein zusätzliches Einreiseformular im Internet oder auf dem App auszufüllen, damit man einen QR-Code erhält. Die Einreiserestriktionen sind also sehr überschaubar und für jeden gut machbar.

Das Frauentrio und ihr Fahrer werden in der White Camel Lodge kulinarisch verwöhnt: (vl.) Manuela Modena (Let's go Tours), Heidi Berni Lenz (Helbling Reisen Teufen) und Susanne Häfliger (Let's go Tours).

Angekommen in Marrakesch gibt es zwei Stationen, wo das Covid-Zertifikat oder der PCR-Test kontrolliert werden. Anschliessend wartet auch schon die Dame vom Fast Track auf uns, die es dieses Mal definitiv nicht gebraucht hätte. Es sind etliche Schalter besetzt. Auch das Gepäck kommt sehr schnell. Und schon haben wir es geschafft und freuen uns sehr, unseren langjährigen Freund Hassan, unseren Fahrer, und Jawad, der Leiter der Agentur, in die Arme zu schliessen.

In Marokko gilt aktuell überall Maskenpflicht, also auch draussen. Wobei dies in den Städten etc. strikt umgesetzt wird, auf dem Land wird dies allerdings nicht überall so genau genommen. Wir haben uns mittlerweile ja bereits an die Maske gewöhnt, deshalb war dies nicht weiter tragisch.

Marokko gehört definitiv zu den Vorzeigeländern in der gesamten Pandemie. Sie hatten immer relativ tiefe Fallzahlen (trotz fleissigem testen) und sind mit ihrer Impfkampagne nach wie vor führend in ganz Afrika. Mittlerweile sind bereits mehr als 20 Mio. der Einwohner geimpft und sie sind nun bereits bei der Altersgruppe von 12- bis 18-jährigen.

Die blaue Stadt

Auf dem Parkplatz angekommen verabschieden wir uns. Susanne Häfliger und Heidi Berni Lenz fahren direkt ins malerische Küstenstädtchen Essaouria an die Atlantikküste und Manuela Modena bleibt in Marrakesch.

Auf dem Weg nach Essaouira machen Susanne und Heidi einen kurzen Stopp bei einer Argan-Kooperative, wo sie auch schon das Postkartensujet mit den Ziegen auf den Bäumen erwartet und sie natürlich auch das eine oder andere Fläschchen vom beliebten Arganöl kaufen. Nur kurz darauf folgt der nächste Halt beim Weingut Val d’Argan, wo das Weingut inkl. dazugehörende Unterkunft besichtigt und deren verschiedenen Weine degustiert werden.

Anschliessend Weiterfahrt bis nach Essaouira und einchecken im Heure Bleue Palais. Eine nach wie vor sehr empfehlenswerte Adresse: das kleine, zu Relais & Château gehörende, Riad überzeugt mit der tollen Dachterrasse inklusive Pool, dem einladenden Innenhof, wo auch das Frühstück serviert wird und dem hervorragenden Service. Das Abendessen genossen Susanne und Heidi im kunterbunten Riad Salut Maroc. Am nächsten Morgen schlendernden sie durch die Medina von Essaouria, machen einen Abstecher zum lebhaften Hafen und an die Promenade. Unterwegs wird natürlich auch das eine oder andere Riad besichtigt.

Die liebevoll eingerichtete Dachterrasse des Heure Bleue Palais in Essaouira.

Für mich geht es direkt vom Flughafen in die Medina von Marrakesch, denn auf meinem Programm stehen heute Nachmittag diverse Riad-Besuche. Alle freuen sich sehr über den persönlichen Besuch und bei einem marokkanischen Tee kann man sich wunderbar über die aktuelle Situation und zukünftige Projekte unterhalten. Ein persönlicher Austausch ist doch ganz etwas anderes, als ein Zoom-Meeting. Viele Unterkünfte haben die Covid-Zeit genutzt, um etwas zu renovieren und so habe ich doch die eine oder andere Überraschung vorgefunden. Bei den meisten nimmt die Anzahl an Buchungen zu, auch wenn etwas schleppend. Die Hoffnung, dass es dann ab Oktober, viele Last-Minute-Buchungen reinschneit, ist bei allen sehr gross. Übernachtet habe ich dann im Bestseller von Let’s go Tours: Les Jardins de la Medina. Am nächsten Morgen zog es mich erneut durch die Medina von Marrakesch, dieses Mal um ein paar neue Riads zu besichtigen. Hier bin ich auch auf die eine oder andere Perle gestossen, die sie sicherlich ins Programm aufnehmen lässt.

Das Hotel Les Jardins de la Medina mit seinem Pool gehört zu den Bestsellern von Let's go Tours.

Getroffen haben wir drei uns wieder im Garten-Restaurant vom Königshotel Royal Mansour in Marrakesch. Nach dem leckeren Mittagessen, geniesst Heidi eine Stadtführung mit deutschsprechendem Guide und besucht unter anderem den beliebten Jardin Majorelle, den Dar El Bacha, die farbenfrohen Souks und den bekannten Gauklerplatz Djemma el Fna. Und das Ganze fast ohne Touristen!

Susanne und ich besuchen nachmittags ein paar neue Hotels ausserhalb von Marrakesch. Abends treffen wir uns im Mandarin Oriental Marrakesch, wo wir vom Schweizer General Manager und seinem Team herzlich empfangen wurden. Ein hervorragendes asiatisches Abendessen wird uns auf der Restaurant-Terrasse serviert und übernachtet wird in den luxuriösen Pool Villen. Eine tolle Adresse ausserhalb von Marrakesch, inkl. Zugang zu Golfplätzen.

Streifzug durch die Strassen von Marrakesch.

Am Samstag stehen den ganzen Tag Besuche von Riads in der Medina und Hotels sowie Villen ausserhalb von Marrakesch auf dem Programm. Wie unterschiedlich sie doch alle sind: Ganz klein und persönlich, traditionell bis sehr modern und trendy. Eines ist auf jeden Fall sicher: Es gibt für jeden die passende Unterkunft in Marrakesch! Abends treffen wir uns mit dem «Big Boss» der Agentur, welcher uns in ein hervorragendes, lokales marokkanisches Restaurant einlädt. Es ist sehr gut besucht. Dies obwohl aktuell die öffentlichen Restaurants bereits um 21 Uhr schliessen, dies soll nun aber schon bald wieder etwas gelockert werden. Anschliessend gönnen wir uns noch einen «Schlummi» auf der traumhaften Dachterrasse vom Luxus-Riad La Sultana, wo wir auch nächtigen.

Die traumhafte Dachterrasse vom Luxus-Riad La Sultana ist die perfekte Location für einen «Schlummi».

Am nächsten Morgen geht es, nach einem ausgiebigen Frühstück, gestärkt Richtung Atlasgebirge. Im Ourika-Tal besuchen wir unsere langjährige Freundin Christine Ferrari im Safran-Paradies. Der Garten ist nach wie vor ein Traum. Unseren Füssen gönnen wir den Barfussweg und zum Abschluss gibt es eine kleine Stärkung, wo das Safran natürlich auch nicht fehlt.  

Weiter geht es ins nahe gelegene Kasbah Bab Ourika, eine unserer bestverkauften Unterkünfte im Atlasgebirge, wohin wir immer wieder gerne zurückkehren. Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie viele Gäste in der Kasbah wohnen und Ingrid, die neue Managerin, erzählte uns auch mit Stolz von all den neuen Projekten, die während der Corona-Zeit bereits umgesetzt wurden bzw. noch folgen.  

Danach geht es weiter in die einzigartige Unterkunft von Richard Brandson: die Kasbah Tamadot, wo wir mit einem fantastischen Mittagessen verwöhnt werden und dabei die Aussicht in die umliegende Bergwelt geniessen.

Im Paradis du Safran dürfen sich Reisende auf keinen Fall den Barfussweg durch den wunderschönen Garten entgehen lassen.

Die Fahrt führt weiter übers Kik-Plateau und den Stausee Lalla Takerkoust bis in die Steinwüste Agafay – eine einzigartige Szenerie mit dem majestätischen Atlasgebirge im Hintergrund. Auf dem Weg besuchen wir das Inara Camp, welches uns immer wieder mit neuem Dekor und dieses Mal auch mit einem neuen Pool überrascht. Dann zum Abschluss geht es ins White Camel Camp. Unser Plan geht am letzten Tag endlich auf: wir kommen etwas früher an und können uns noch im Hammam und Spa verwöhnen lassen. Anschliessend geniessen wir einen Apéro auf der Terrasse mit fantastischem Sonnenuntergang und passender Musik dazu. Etwas später werden Tajines & Co serviert – hervorragend. Zum Abschluss können wir die gesamte Reise am gemütlichen Lagerfeuer ausklingen lassen, bevor wir dann in unseren luxuriösen Lodges übernachten.

So schön ist das Aufwachen in der Lodge White Camel.

Am Montag-Morgen frühstücken wir gemütlich und geniessen noch das letzte Mal die marokkanischen Gebäcke und eine leckere Berber-Omelette, bevor es dann zum Flughafen geht. Auch in Marrakesch am Flughafen geht alles ruckzuck und unkompliziert. Wir brauchen lediglich wieder unseren QR-Code für Spanien und natürlich auch das Einreiseformular für die Schweiz (welches niemand kontrolliert hat). Auch dieses Mal sind die Flüge wieder pünktlich und wir landen sogar über eine halbe Stunde früher in Zürich.

Fazit

Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, das vielfältige Marokko zu besuchen. Das kontrastreiche Königreich Marokko überzeugt mit einer facettenreichen Landschaft mit kilometerlangen Sandstränden, majestätischen Gebirgen, der beeindruckenden Sahara, historischen Königsstädten, kulinarischen Höhenflüge, ein Eldorado für Aktive und eine unglaublich herzliche Bevölkerung.

Praktisch alle Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten sind geöffnet, es hat aktuell noch wenige Touristen und die Einschränkungen vor Ort sind minim – unsere Partner sind definitiv ready und Let’s go Tours ist es auch!