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Marco Amos tritt eine verantwortungsvolle neue Stelle an. Bild: zVg

Marco Amos wird neuer Geschäftsführer des Garantiefonds

Nicht unerwartet hat Marco Amos TUI verlassen. Inzwischen ist klar, was seine nächste Berufsstation ist: Er ersetzt ab September Stefan Spiess als Geschäftsführer des Garantiefonds der Schweizer Reisebranche.

Nachdem bereits im Januar 2020 bekannt wurde, dass die TUI das klassische Reiseveranstaltergeschäft von TUI Italia per 3. März einstellt - da es sich vor dem Hintergrund des veränderten Marktumfelds wirtschaftlich nicht weiterführen liess - lag der Abgang von Marco Amos, Managing Director TUI Italia, in der Luft. Er blieb noch im Unternehmen, um die Schliessung von TUI Italia zu koordinieren und voranzutreiben. Diese Aufgabe ist nun erledigt und Marco Amos verlässt das Unternehmen, um eine neue Herausforderung anzunehmen.

Nun ist auch bereits klar, wo Amos arbeiten wird. Er tritt per 1. September 2020 die Nachfolge von Stefan Spiess als Geschäftsführer des Garantiefonds der Schweizer Reisebranche an. Dies teilte André Dosé, Präsident des Stiftungsrates des Garantiefonds, heute Abend (26. August) in einem Communiqué mit. Spiess habe sich entschlossen, nach sieben Jahren den Garantiefonds zu verlassen - «wegen der unterschiedlichen Auffassung über die Umsetzung der Strategie zur Krisenbewältigung der aktuellen Lage». In dieser ausserordentlichen Situation brauche die Reisebranche einen Garantiefonds, bei dem die Geschäftsstelle und der Stiftungsrat mit voller Überzeugung die gleiche Umsetzungsstrategie verfolgen. Aus diesem Grund wolle Spiess ausserhalb der Stiftung eine neue Herausforderung annehmen.

Stefan Spiess will nun noch eine reibungslose Übergabe sicherstellen. Mit Marco Amos hat der Stiftungsrat laut Mitteilung «eine sehr erfahrene Führungskraft mit einem ausgezeichneten Leistungsausweis als passenden Nachfolger gefunden». In der Tat: Angefangen hatte Amos 1997 als Consultant bei CSC Ploenzke (welche sich damals schon mit Fragen zu «Smart Airports» und dergleichen herumtrieb), nach weiteren Consultant-Stellen bei diversen Unternehmen stiess er dann im September 2007 als Country Manager Switzerland zu Interhome, wo er rund fünfeinhalb Jahre blieb. Nach einem Abstecher zu Mövenpick Wein (als Head of Marketing) stiess er dann im Januar 2015 zu Kuoni Schweiz, wo er als Head of Touroperating Switzerland allerdings nur die Abwicklung der damaligen Kuoni Schweiz mit dem Verkauf an die DER Touristik begleiten konnte. So kam es bereits im Juli 2016 zu einem weiteren Engagement bei der Cornér Bank in Lugano, gefolgt von einer Stelle bei Get Local in Zürich. Im Oktober 2017 schliesslich startete das Engagement bei TUI, zunächst auf Projektbasis, ab April 2018 dann in leitender Funktion bei Viaggi del Turchese, der späteren TUI Italy. Dieses Engagement kam nun zum Abschluss, doch Amos' Pause zwischen den Jobs ist kurz.

«Mit dem Austritt von Stefan Spiess als Geschäftsführer geht ein erfahrener Touristiker, welcher nebst der Transformation ins digitale Zeitalter wesentliche Veränderungen wie auch die Abwicklung der Konsumentenrechte bei grossen Konkursfällen sichergestellt hatte», schreibt der Garantiefonds weiter. Dosé bedankt sich bei Spiess im Namen des Stiftungsrats für dessen ausserordentlich wertvollen Einsatz.

(JCR)