Trips & People

algarve11.jpg
Verbrachten fast ganz normale Ferien in der Algarve: die Familie Finklenburg. Bild: HO

Die ersten Schweizer sind zurück aus den Ferien

Von Stefan Waldvogel

Diese Familie gehört zu den ersten Schweizern, die nach dem Corona-Reiseunterbruch wieder Auslandferien verbracht hat. Travelnews hat sie nach der Rückkehr aus der Algarve befragt.

Wie fühlen sich Ferien und eine Flugreise neuerdings an? Die Familie Finklenburg dürfte zu den ersten Schweizern gehören, die nach dem Corona-Reiseunterbruch wieder ferienhalber ins Ausland unterwegs war. Nach ihrer Rückkehr haben wir sie befragt.

Fliegen mit zwei kleinen Kindern sei selten ein grosser Spass. «Das Boarding in Zürich dauerte eine gefühlte Ewigkeit, im Flugzeug selber durfte niemand den Platz verlassen», sagt Michèle Finklenburg zum ersten Flug seit vielen Monaten. Vor allem für die quicklebendige zweijährige Tochter sei dies nicht ganz einfach gewesen. «Ausser, dass praktisch alle erwachsenen Passagiere eine Maske getragen haben, war der Flug aber eigentlich ganz normal.» Bei der Ankunft in Lissabon verkündete ein Poster, es werde bei jedem die Temperatur gemessen. «Passiert ist dies aber nicht», sagt die 34-jährige Geomatikingenieurin.

Die gebürtige Luzernerin hat im kleinen Ort Tavira eine Wohnung geerbt, zusammen mit ihrem Mann und den beiden Töchtern wollte sie ursprünglich im März mit Easyjet in die Algarve reisen, der Flug wurde dann aber annulliert. Sie habe nun Ende Mai gesehen, dass die Swiss wieder fliege, erkundigte sich bei der Botschaft über allfällige Reiseeinschränkungen und entschied dann spontan, nach Pfingsten für eine Woche an die Sonne zu reisen, erzählt sie.

Die touristischen Hot-Spots sind menschenleer

Trotz dem gut gefüllten Flug trafen sie in Portugal praktisch keine Touristen an. «Die Strände, aber auch die Restaurants waren praktisch leer. Ausser dem Wetter war es so wie sonst im Januar, erzählte uns ein Einheimischer», sagt Michèle Finklenburg.

Im öffentlichen Verkehr, aber auch in den Läden gilt in Portugal die Maskenpflicht. «Da halten sich alle dran und man gewöhnt sich relativ rasch an diese Schutzmassnahme». Am Strand braucht es keine Maske, trotzdem sehe man auch dort recht viel Polizisten, welche Vorgaben wie «Social Distancing» überprüfen. «Wir fühlten uns sicher und haben die Ruhe genossen. Auch an den üblichen touristischen Hot-Spots war es diesmal fast menschenleer. Das trifft die Menschen in dieser Ferienregion ganz brutal», fasst sie zusammen.

Auf dem Rückflug seien erstaunlich viele Familien an Bord gewesen, das Boarding dauerte nicht mehr ganz so lang und so ist die nächste Reise in die Ferienwohnung für den Herbst bereits wieder geplant.