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Natalia Fileva hatte S7, die sibirische Airline, modernisiert und zur klaren Nummer 2 im russischen Flugmarkt gemacht. Bild: S7.ru

Chairwoman von S7 Airlines bei Flugzeugabsturz umgekommen

Natalia Fileva, die Co-Eigentümerin der russischen Fluggesellschaft S7, ist nahe Frankfurt mit ihrem Privatjet abgestürzt. Der Pilot und ihr eigener Vater kamen ebenfalls um.

Natalia Fileva (55), Chairwoman und Miteigentümerin der zweitgrössten russischen Airline S7, ist beim Absturz ihres Privatflugzeugs nahe Frankfurt gemeinsam mit dem Piloten und einem weiteren Passagier – ihrem eigenen Vater - umgekommen. Mit einem von Forbes geschätzten Privatvermögen von rund 600 Millionen Dollar war Fileva die viertreichste Frau Russlands und eben Mehrheitsaktionärin bei S7.

Das Privatflugzeug, eine Epic-LT (Turboprop) im Besitz einer Tochtergesellschaft von S7, befand sich von Nizza herkommend im Landeanflug auf den Kleinflughafen Egelsbach, als das Flugzeug, das sich aufgrund des guten Wetters im VFR-Flug befand, aus bisher noch ungeklärten Gründen abstürzte und Feuer fing. Der Absturz forderte noch indirekt zwei weitere Todesopfer, als ein zur Unfallstelle eilendes Polizeiauto mit einem Privatwagen kollidierte, dessen beide Insassen ums Leben kamen.

S7, ein Mitglied der Luftfahrt-Allianz Oneworld, hat der Trauerfamilie – Fileva’s Ehemann ist CEO bei der Airline – ihr Beileid ausgesprochen und eine Untersuchung des Unfalls angekündigt. Das deutsche Bundesamt für Flugunfall-Untersuchungen wird ebenfalls aktiv. Für S7 ist es die zweite Hiobsbotschaft innert kurzer Zeit – die andere war, dass sie ihre B737MAX bis auf Weiteres aus dem Verkehr ziehen muss.

(JCR)