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Gewann in Antwerpen den Weltmeistertitel: Marc Almert, Sommelier im Baur au Lac Zürich. Bild: bestworldsomm.com

Der Weinriecher

Marc Almert aus dem Zürcher Hotel Baur au Lac ist neuer Sommelier-Weltmeister.

65 Sommeliers aus 62 Ländern kämpften im belgischen Antwerpen vier Tage lang um den Titel «ASI Best Sommelier of the World». Und der neue Weltmeister heisst Marc Almert. Der 27-Jährige Weinkenner präsentiert, wenn er nicht gerade an Titelkämpfen weilt, die Weinselektion im Zürcher Nobelhotel Baur au Lac. Almert gewann im Vorjahr zudem den Titel «Bester Sommelier Deutschlands».

Almerts liess sich in der Hotellerie ausbilden. Als er im F&B-Bereich tätig war, entdeckte er seine Leidenschaft für Wein. Nach einigen Wanderjahren wählte er gezielt das Baur au Lac. Der Grund ist das ungewöhnliche und umfangreiche Weinsortiment des Hauses, das sowohl auf Gäste aber auch den Sommelier einen besonderen Reiz ausübt. Zum Weinangebot des Baur au Lac gehören beispielsweise Raritäten wie eine grosse Bordeaux-Sammlung aus den 40er Jahren. Ausländische Weinkenner suchen das Hotel immer wieder wegen seiner seltenen Weine auf.

Die alle drei Jahre stattfinden Sommelier-Weltmeisterschaften bieten die perfekte Gelegenheit, Fachleuten und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie sich das Handwerk der Sommeliers weiterentwickelt hat. Wie umfangreich die Ausbildung eines Sommeliers ist, demonstriert der Wettkampf, bei dem es neben Fachwissen und einem schriftlichen Test auch um die perfekte praktische Umsetzung geht. «Ein Sommelier ist nicht nur ein Weinkenner. Er ist vielmehr ein Genussmanager», sagt Almert. Er muss in der Lage sein, den Gast während seines kompletten Restaurantbesuchs zu beraten. Dazu gehören alle Art von Getränken wie Bier, Kaffee, Wasser, Sake und Spirituosen bis hin zu Zigarren. Hinzu kommt ein geschultes Auge für menschliche Interaktion, eine breite soziale Intelligenz und das Wissen um wirtschaftliche Kriterien wie beispielsweise ein effizientes Management.

(TN)