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Jetzt kommt das Flugzeug für jedermann

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Zehn Propeller, damit jedermann die Freiheit des Fliegens erleben kann: Das soll der «Flyer» bieten. Bild: KittyHawk.aero

Hinter dem Start-Up Kitty Hawk mit Sitz in Mountainview (Kalifornien) sitzen einige bekannte Leute. Zu den Investoren gehört etwa Google-Mitgründer Larry Page; als CEO des Unternehmens fungiert Sebastian Thrun, der früher GoogleX leitete, wo das selbstfahrende Auto oder GoogleGlass entwickelt wurden. Das Ziel von Kitty Hawk ist nicht gerade bescheiden: Selbständiges Fliegen soll Alltag werden.

Zu diesem Zweck hat Kitty Hawk nun den «Flyer» entwickelt, eine Art fliegendes Auto, das für eine Person konzipiert ist. Angetrieben wird dieses komplett elektrisch, mit mehreren Propellern, und soll demnach «nicht lauter als ein Rasenmäher» sein. Das erste Modell ist für Flughöhen von drei Metern konzipiert und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von rund 32 km/h, ist also bestenfalls für Lokalverkehr geeignet.

Das Fluggerät ist bereits von der US-Luftfahrtbehörde FAA zertifiziert und kann bestellt werden, wobei der Preis noch nicht bekanntgegeben wurde. Zumindest in den USA ist kein Pilotenschein für das Fliegen mit dem Flyer notwendig; es wird aber Flugtraining empfohlen. Darüber hinaus darf das Ultraleichtflugzeug nicht über besiedeltes Gebiet geflogen werden.

Von der Zukunft, wo jeder mit so einem Gerät herumfliegt, ist man noch ein Stück weit entfernt. Aber es scheint klar, dass Flugmobilität schon bald kommen wird. Kitty Hawk ist nicht das einzige Unternehmen, das an solchen Fluggeräten tüftelt. Und obwohl noch viele regulatorische Hürden zu nehmen sind - der Flyer könnte beispielsweise mit Drohnen kollidieren - bastelt Google munter weiter an der Transport-Zukunft.

(JCR)