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Dahin geht die Reise im nächsten Jahr

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Noch ist erst November, das Reisejahr 2020 liegt einige Meilen entfernt. Die Fragezeichen aus diesem Jahr stehen noch im Raum. Gibt es erneut eine Buchungsflaute für den Sommer? Hat die Pauschalreise nach der Thomas-Cook-Pleite ein Image-Problem? Bleiben die Schweizerinnen und Schweizer lieber zuhause in der Badi oder tummeln sich am Bergsee?

Die ersten Anzeichen sprechen gegen ein flaues Reisejahr 2020. Sowohl Richtung Mittelmeer wie auch auf der Fernstrecke zeichnet sich jetzt schon eine gute Nachfrage ab.

Am Donnerstag haben sich einige Reiseveranstalter in der Zürcher Innenstadt zum Austausch mit Medienschaffenden getroffen und Einblick in die aktuelle Buchungssituation gegeben.

«Wir liegen bei den Buchungseingängen über Vorjahr»

Marcel Bürgin, seit 1. Oktober CEO bei der Knecht Reisen AG, spricht im Videointerview von vielversprechenden Buchungen auf der Langstrecke. Das gute Jahr 2019 für Ozeanien und das Südliche Afrika scheint sich im nächsten Jahr zu wiederholen, wie die aktuelle Buchungssituation zeige. Ein deutliches Plus Stand heute erwartet er für die USA, ebenso für Osteuropa. Eine gewisse Zurückhaltung ortet Bürgin indes Richtung Lateinamerika.

Karin Markwalder, General Manager von Helvetic Tours, sagt zum Badeferiengeschäft 2020, dass sich wie schon im laufenden Jahr das östliche Mittelmeer als Gewinner herausstellen dürfte: «Wir liegen bei den Buchungseingängen über Vorjahr, insbesondere die Türkei, aber auch Zypern und Griechenland liegen im Plus.» Eine Stagnation zeichne sich Richtung Balearen ab.

Kritisch blickt Andi Restle, Geschäftsleiter von ITS Coop Travel, auf das vergangene Badeferien-Jahr zurück. Wegen Überkapazitäten sei schon frühzeitig an den Preisen nach unten geschraubt worden, sogar im Juli: «Wir waren da eher zurückhaltend, eine gewisse Marge muss schliesslich vorliegen.» Der Wettbewerb sei 2019 teilweise ungesund gewesen. Weiter nennt er Faktoren wie das schöne Wetter, Overtourism und Nachhaltigkeit, die auch im kommenden Jahr eine Rolle spielen könnten. Sein Optimismus fürs 2020 hält sich noch in Grenzen.

(GWA)