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Dein Gesicht ist Dein Pass und Deine Bordkarte

Am Brisbane Airport in Australien werden «Smart Biometrics» dank einer SITA-Software vom Check-In bis zum Boarding eingesetzt.

Biometrik-Technologie spielt an Flughäfen eine immer grössere Rolle. Wie die Zukunft des Boardings an Flughäfen aussehen könnte, kann man jetzt schon erleben in… Brisbane. Der Flughafen der drittgrössten australischen Stadt hat in Zusammenarbeit mit dem Technologie-Unternehmen SITA sowie Air New Zealand den ersten «Feldversuch» für biometrische Gesichtserkennung gestartet. Basis dieses Versuchs ist die so genannte «Smart Path»-Technologie der SITA. Diese nutzt ausgeklügelte Biometrie-Verfahren, welche den ganzen Boarding-Vorgang automatisieren und dadurch deutlich simplifizieren sollen.  

Konkret wird es Passagieren ermöglicht, ihre persönlichen Reisedaten bei einem Self-Service-Kiosk beim Check-In einzugeben. Anschliessend können sie ein automatisiertes Boarding-Gate nutzen, welches mit Gesichtserkennungstechnologie überprüft, ob sie das entsprechende Flugzeug boarden dürfen. Auch das Gepäck kann dank dieser Technologie sicher selber eingecheckt werden. Dank dem Smart Path kann der Passagier also boarden, ohne dass eine Bordkarte, ein Pass oder Reisedokumente vorgezeigt werden müssen, sofern die Reisedokumente beim Check-in mit der Biometrie verknüpft wurden. Die wesentliche Verbesserung im Sicherheits-Bereich liegt darin, dass Dokumente sowie statische biometrische Daten eindeutig einer Person zugewiesen werden, welche physisch am Airport präsent ist.

Air New Zealand Passagiere sind die ersten, die den Smart Path am Flughafen Brisbane testen. Es gibt allerdings bereits Pläne, den Service in den kommenden Monaten um weitere internationale Fluggesellschaften zu erweitern. Wie und wofür die Technologie genau eingesetzt wird, erklärt SITA in folgendem Video:

Mehr als 165 Fluggesellschaften nutzen die Passagierabfertigungs-Lösungen und mehr als 100 Millionen Passagiere pro Jahr die Common-Use-Systeme von SITA. Dazu bietet SITA Grenzschutzlösungen für mehr als 30 Regierungen, darunter Australien und Neuseeland, an.

Das neue System «Smart Path» lässt sich über den gesamten Flughafen erweitern, um alle Prozesse und Checkpoints einzubeziehen, die Dokumentenprüfungen erfordern. In den kommenden Monaten werden Brisbane Airport und SITA zusammenarbeiten, um die Technologie in einer Vielzahl von Szenarien zu nutzen.

(JCR)