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In einer globalen Umfrage hat Amadeus herausgefunden, dass Tech-Lösungen das Vertrauen in das Reisen stärken. Bild: yousef alfuhigi

Verwirrung über Reisebestimmungen hemmt die Buchungslust

Der Reisetechnologie-Anbieter Amadeus hat in neun Märkten eine Studie durchgeführt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass zwar Reiselust vorhanden ist, diese jedoch durch die komplizierten unterschiedlichen Bedingungen gedämpft wird. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse.

9074 Personen aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Russland, Singapur, Spanien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat das Reisetechnologieunternehmen Amadeus in einer Umfrage zu ihrer Reiselust und ihren grössten Sorgen für das Verreisen in der aktuellen Zeit befragt. Die Hälfte von ihnen glaubt, in den nächsten zwölf Monaten eine Geschäftsreise per Flugzeug zu unternehmen.

Doch was hält Firmen und Geschäftsreisende ab, vermehrt in das Flugzeug zu steigen? Gemäss der Umfrage sind die grössten Hürden die Unklarheiten über die geltenden Reisebeschränkungen und Richtlinien. Mehr als ein Drittel (35%) der Reisenden gab an, dass die derzeitigen internationalen Richtlinien darüber, wohin und wie man reist, verwirrend sind, was sie davon abhält, Geschäfts- und/oder Freizeitreisen zu buchen.

Gleichzeitig zeigen sich die Reisenden immer offener gegenüber Technologie-Lösungen und sind bereit, Gesundheitsdaten weiterzugeben, damit sie wieder reisen können. Demnach sind 93 Prozent der Reisenden weltweit bereit, persönliche Daten für die effektive Nutzung von digitalen Gesundheitspässen oder -zertifikaten zur Verfügung zu stellen – ein leichter Anstieg gegenüber 91 Prozent im Februar 2021. Fast die Hälfte (48%) der Geschäftsreisenden weltweit wäre bereit, ihre Gesundheitsdaten für den Besuch einer Konferenz oder Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. Im Vergleich dazu würden 36% der Freizeitreisenden ihre digitalen Daten für einen Ausflug oder eine Aktivität am Reiseziel teilen.

Mehr Vertrauen durch Technologie?

Kann mit Tech-Lösungen mehr Vertrauen der Reisenden gewonnen werden, und wenn ja, mit welchen? Auch diese Frage stellte Amadeus den Teilnehmern. Als wichtigste Technologien werden weltweit mit 44% Mobile Anwendungen, die Benachrichtigungen und Warnungen während der Reise liefern gesehen. Danach folgen gleichauf mit je 41 Prozent Self-Service-Check-in und kontaktlose mobile Zahlungen (zum Beispiel Apple oder Google Pay, Paypal, Venmo) und zum Schluss automatisierte und flexible Stornierungsbedingungen (40%).

Die Studie ist die Dritte in einer Serie von Umfragen zur Reisestimmung, in der Amadeus regelmässig die Stimmung und die Bedenken der Reisenden untersucht, um die Branche bei der Transformation des Reisens auf effektive Weise zu unterstützen. Das Unternehmen hat sowohl im Februar 2021 und September 2020 die selbe Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, wie sich das Vertrauen der Reisenden verändert hat. 97% der Reisenden sagen jetzt, dass Technologie ihr Vertrauen in die Reise erhöhen wird, gegenüber 91% im Februar 2021 und 84% im September 2020.

Obwohl die Bereitschaft, im nächsten Jahr zu verreisen, hoch ist, muss die Reisebranche überlegen, wie sie auf die sich ändernden Anliegen der Reisenden reagieren kann, da sich das Reiseumfeld weiter anpasst. Die drei grössten Bedenken der Reisenden sind aktuell, die Befürchtung sich auf Reisen mit Covid-19 zu infizieren (41%), Selbstisolierung oder Quarantäne vor und nach der Reise (41%) sowie sich ändernde Reisebestimmungen, die zu Stornierungen in letzter Minute führen (37%).

«Die Reisebranche steht angesichts von Covid-19 immer noch vor vielen Herausforderungen, aber wir sehen positive Schritte, da die Reisebeschränkungen aufgehoben werden und die Entwicklungen bei den digitalen Gesundheitszertifikaten weltweit voranschreiten», sagt Decius Valmorbida, President, Travel von Amadeus, «diese Studie zeigt, dass die Reiselust weiter wächst und dass Reisende sich auf Fortschritte in Bereichen wie berührungslose Technologie, digitale Gesundheit und nachhaltiges Reisen freuen. Jetzt ist es an der Zeit, noch genauer auf die Bedürfnisse der Reisenden zu schauen, damit wir unsere Branche so umgestalten können, dass sie reiseorientierter, widerstandsfähiger und nachhaltiger wird.»

(TN)