Travel Tech

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Das sind die Gründer von RoomPriceGenie (v.l.): Marvin Speh, Ari Andricopoulos und Jörg Siegel. Bild: RoomPriceGenie

Geldsegen für ein Schweizer Hoteltech-Startup

RoomPriceGenie aus Steinhausen (ZG) erhält 2,2 Millionen US-Dollar, um die automatisierte Preisgestaltung in der Hotellerie-Branche weiter zu revolutionieren.

RoomPriceGenie ist ein Anbieter von Software zur Preisautomatisierung für Betriebe der Privathotellerie. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2017 und verfügt über Niederlassungen in Steinhausen (ZG) und Mannheim (Deutschland). 2018 gewann RoomPriceGenie am World Tourism Forum in Luzern den Start-up-Preis in der Kategorie «Transaction»; die Software kam dann 2019 auf den Markt. Heute unterstützt RoomPriceGenie weltweit bereits mehr als 500 Unternehmen in über 30 verschiedenen Ländern - und es geht weiter steil bergauf, mit frischem Geld.

So hat das deutsch-schweizer Technologie-Startup weitere Investoren gewonnen, um die internationale Markteinführung seiner innovativen Lösung zu beschleunigen. Im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde wurden 2,2 Millionen US-Dollar erhalten. Die Finanzierungsrunde wurde von Wingman Ventures und Mutschler Ventures, mit Beteiligung von RKKVC und der Zürcher Kantonalbank, geleitet. Der neu in den Verwaltungsrat eingetretene Maximilian Engelken von Mutschler Ventures hebt nicht nur das Zukunftspotenzial des Unternehmens hervor, sondern ist auch vom Wachstum, welches das Unternehmen in den letzten 18 Monaten erzielt hat, beeindruckt: «Obwohl die Hotellerie-Branche aktuell vor vielen Herausforderungen steht, ist es dem RoomPriceGenie-Team gelungen, seinen Kundenstamm erheblich und kontinuierlich zu erweitern. Die Nachfrage nach der Lösung ist auch in schwierigen Zeiten sehr hoch.»

Innerhalb der letzten 12 Monaten konnte RoomPriceGenie stark wachsen und hat die Umsätze verdreifacht. «Die von uns angebotene Lösung wird allmählich als unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Hotelbetriebes gesehen, unabhängig von dessen Grösse und Standort», sagt CEO und Gründer Ari Andricopoulos, «automatisierte Preisgestaltung mit sich dynamisch anpassenden Zimmerpreisen wird in Zukunft zur Norm für alle Marktteilnehmer - von kleinen, Familienbetrieben bis hin zu grossen Kettenhotels.»

Vom persönlichen Problem hin zur weltweit genutzten Lösung

Andricopoulos ist promovierter Mathematiker und beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Algorithmen. Auf das Problem, der richtigen Preissetzung für Hotelzimmer stiess er durch seinen Vater. Dessen Bed & Breakfast in England hatte ständig Umsatzeinbussen, weil die Zimmerpreise entweder zu niedrig oder zu hoch angesetzt waren. Mit dem Ziel, das Problem seines Vaters zu lösen, entwickelte Ari einen Algorithmus, der die Preisgestaltung für dessen Zimmer vollständig automatisiert.

Mit seiner intelligenten Lösung sorgt das Start-up nun dafür, dass die Zimmer immer auf dem Preisniveau liegen, auf dem sich Angebot und Nachfrage treffen. Laut Andricopoulos ist es das Ziel von RoomPriceGenie, «den Umsatz unserer Nutzer um 20 Prozent zu steigern, indem an manchen Tagen höhere Preise verlangt und an anderen Tagen mehr Zimmer verkauft werden.»

Die Investoren sehen hier grosses Potenzial und wollen RoomPriceGenie dabei helfen, sich global aufzustellen. Marvin Speh, Mitgründer und COO, fasst zusammen: «Wir wissen, dass wir mit RoomPriceGenie Tausenden von Betrieben auf der ganzen Welt helfen können. Die Wertschätzung und Dankbarkeit, die unsere Kunden unserer Arbeit entgegenbringen, bestätigt uns. Sie gibt uns die Gewissheit, dass automatisierte Preisgestaltung etwas ist, was jedes Hotel braucht. Gleichzeitig motiviert es uns, die Lösung kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln.» Dass Potenzial vorhanden ist, unterstrich bereits eine Studie der Ecole hôtelière de Lausanne.

(JCR)