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Stellenabbau trotz Staatshilfe bei SR Technics. Bild: Rafael Drück

Restrukturierung der SR Technics führt zu Stellenabbau

Die SR Technics, welche mehrheitlich dem chinesischen Luftfahrt-Konzern HNA gehört, streicht in Zürich, Basel und Genf rund 500 Stellen.

Trotz der 120 Millionen-Staatshilfe vom Bund, streicht die Flugzeugtechnikdienstleister Firma wegen Umstrukturierung der eigenen Firma mehrere hundert Stellen, wie heute der «Tagesanzeiger» schreibt. Der Schweizer Staat bürgt für 60 Prozent des 120 Millionen-Kredites. Das Restrisiko wird von der UBS und der CS getragen. Auch wenn die SR Technics überwiegend der Chinesischen HNA Group gehört, soll kein Geld ins Ausland abfliessen. Dies liess sich der Bund so garantieren.

Im Vorfeld wurde der Businessplan der SR Technics darauf geprüft, ob eine Rückzahlung innerhalb von 3 ½ Jahren realistisch sei. Der grosse Stellenabbau scheint einer dieser Strategien zu sein, um 1. den Kredit zu erhalten und 2. die Garantie zu geben, den Kredit wieder zurückzahlen zu können. Der Bund ist daran interessiert, dass SR Technics die verbleibenden Stellen aufrecht erhält und die Firma bald wieder profitabel ist und den Kredit zurückzahlt.

Bekannt war, dass die SR Technics Stellen streichen wird, wie viele Stellen war jedoch unbekannt. Von einer vertraulichen Quelle des Tagesanzeigers ging die Zahl von 500 betroffenen Stellen hervor. Dazu Stellung habe auf Anfrage aber niemand nehmen wollen.

Vor allem betroffen vom Stellenabbau ist der Standort Kloten. Rund 400 von 1400 Stellen sollen dort verloren gehen. Auch die Standorte an den Flughäfen Basel und Genf bleiben von Stellenstreichungen nicht verschont. Doch nur in Zürich sollen sozialverträgliche Lösungen vorliegen für Betroffene.

Stellen in den Geschäftsfeldern Designe Engineering als auch die auf Flugstunden basierenden Komponentendienstleistungen werde man abbauen – der Stellenabbau bei Letzterem werde schrittweise erfolgen.

(TN)