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Haben viel vor mit der Falkensteiner Ventures AG: Andreas Arquin (Partner, Finance & Investment Director), Erich Falkensteiner (Inhaber, Chairman, Unternehmer, Angel Investor) und Beat Blaser (Partner, Managing Director, Co-Founder). Bild: HO

Falkensteiner Ventures: drei neue Investments sind bekannt

Hotelmagnat Erich Falkensteiner und Ex-Thomas-Cook-Manager Beat Blaser investieren in Vacation Rental, innovative Gastronomie und weitere Hoteltechnologie.

Im Oktober 2018 gründeten Erich Falkensteiner, 33-facher Hotelinhaber und Beat Blaser, langjähriger Managing Director bei Thomas Cook, die Investmentfirma Falkensteiner Ventures AG. Das Beteiligungsportfolio wird um drei neue Investments ergänzt, wie heute bekannt wurde: Unterstützung erhalten der neue Premium Ferienwohnungs Onlineanbieter WelcomePlaces, das Gastronomie-Startup SanktAnnas aus Südtirol und das Softwareunternehmen JetSupply. Falkensteiner und Blaser lancierten Falkensteiner Ventures AG, um die digitale Transformation in Hotels, Travel und Leisure voranzutreiben und innovative Geschäftsideen zu fördern. Das sind die drei neuen Projekte:

WelcomePlaces: Premium Ferienwohnungen

WelcomePlaces aus Kärnten beschäftigt sich mit Kurzvermietungen von hochwertigen Ferienwohnungen mit der DNA von Hoteliers. In den schönsten Ferienregionen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien und Kroatien will das junge Unternehmen künftig durch Aufbau weiterer eigener Standorte sowie durch Kooperations- und Franchise-Modelle mit lokalen Partnern bedürfnisgerechte Services für Wohnungsbesitzer und Gäste aus der ganzen Welt anbieten. Dazu gehören die Vermarktung, Melde- und Schlüsselservice, Reinigung und die Vermittlung von lokalen Erlebnissen. Im Hintergrund sollen die Prozesse maximal IT-gestützt organisiert werden.

Erich Falkensteiner: «Darin liegt ein Grossteil der Innovation, denn dadurch ist eine Skalierbarkeit des Geschäftsmodells erreichbar. Freiheit, Flexibilität und Erlebnisse sind für Millennials unverzichtbare Entscheidungskriterien. WelcomePlaces folgt dem Trend zu individuellen Ferienunterkünften mit lokalem Touch, in Gegenden, in denen wir uns gut auskennen.» Sitz des Unternehmens ist Wien mit dem ersten Standort in Velden am Wörthersee und mit Hotelière Heide Pichler-Herritsch als Gründerin und CEO und Co-Founderin Patricia Prodinger für Sales, Marketing und Customer Experience.

SanktAnnas: Die neue Marke für ein 'alpine eatery’

SanktAnnas ist die neue Marke für ein Gastronomiekonzept aus den Dolomiten. Inspiriert von dem Südtiroler Nationalgericht Knödel dreht sich bei SanktAnnas fast alles um den ‘bala’ – wie der Knödel auf der Menükarte präsentiert werden wird. Bala ist die ladinische Bezeichnung für Knödel. Das Angebot für SanktAnnas umfasst Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Snacks und Produkte zum Mitnehmen. Die Marke ist in den Bergen der Dolomiten verwurzelt und verspricht nicht nur gesundes und nachhaltiges Essen und Trinken, sondern will für die Gäste eine Bergoase inmitten der urbanen Alltagshektik sein: Zeitgemässes Alpine-Design in Zusammenspiel mit handwerklicher Fertigungskunst.

Für das Food-Design konnten die Gründer Manuel Demetz und Stephan Künz Sternekoch Theodor Falser als Teil des Teams gewinnen. Die hohe Produktqualität von SanktAnnas rührt von einer direkten Zusammenarbeit mit lokalen Bergbauern sowie der Verwendung von zahlreichen Bioprodukten. Der Pilotbetrieb soll im ersten Quartal 2020 im südlichen Deutschland an den Start gehen. In den nächsten Jahren wollen die Gründer in verschiedenen europäischen Städten Stores eröffnen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Südtirol bei Brixen.

JetSupply: Software für maximale Effizienz

Der Gründung des Startups JetSupply liegt der steigenden Wettbewerbsdruck, die zunehmende Digitalisierung und der Vormarsch der Digital Natives in die Führungsebene der Hotelbetriebe zugrunde. Gründer Johannes Ossanna möchte eine der letzten analogen Bereiche der Hotellerie angreifen: die Einkaufs- und Lagerverwaltung. Beat Blaser: «Intransparente, dezentrale Prozesse und die Zeitintensität der Gastgeberrolle verhindern oft, dass Hoteliers eine der grössten Kostenstellen im Betrieb effektiv verwalten können.»

Die benutzerfreundliche Software JetSupply löst dies durch eine digitale Abwicklung der gesamten Einkaufs- und Lagerverwaltung, das Schaffen von Preistransparenz mit Echtzeit-Preisvergleichen und durch Prozessoptimierung dank künstlicher Intelligenz. Hotels ersparen sich somit wertvolle Zeit, reduzieren ihren Wareneinsatz und gewinnen Kontrolle über ihren Einkauf zurück. JetSupply komplementiert die bisherigen erfolgreichen Startup-Investments von Falkensteiner Ventures, die ebenfalls auf Optimierung des Hotellerie-Alltags durch moderne Software-Lösungen abzielen.

(TN)