Travel Tech

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So sieht der Eingang des neuen Google-Hauptsitzes an der Europaallee 36 in Zürich aus. Alle Bilder: TN

«Der Google Assistant schafft einen neuen Touchpoint mit dem Kunden»

Von Nina Wild

Swiss nutzt bereits die Vorzüge des Google Assistants für die Kommunikation mit ihren Kunden. Maximilian Vietmeier, Online-Stratege bei der Swiss, hat uns verraten, wo die Vorteile liegen und wie das Tool in Zukunft genutzt werden könnte.

Google Schweiz feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen und den brandneuen Hauptsitz an der Europaallee 36 in Zürich. Mit seinen technischen Tools erleichtert das Digitalunternehmen nicht nur den Alltag jedes einzelnen, sondern stellt die Funktionen auch Schweizer Unternehmen zur Verfügung, die gemeinsam mit ihren Kunden von den Innovationen profitieren können.

So auch die Airline Swiss, die den Google Assistant bei Flugbuchungen über eine Gmail-Adresse einsetzt. Sobald der Passagier für den bevorstehenden Flug einchecken kann, erhält er eine Push-Benachrichtigung, die es ihm ermöglicht, mit zwei Klicks einzuchecken. «Der Google Assistant schafft einen neuen Touchpoint mit dem Kunden, denn er ist immer dabei und wir können so proaktiv unsere Services anbieten», erklärt Maximilian Vietmeier, Online Strategy & Project Coordination Manager bei Swiss International Airlines.

Die Feedbacks von den Kunden seien bislang sehr positiv ausgefallen. Die Swiss nutzt den Google Assistant als Ergänzung zu ihren eigenen Smartphone-Applikationen und Websites. In Zukunft soll es noch einen Schritt weiter gehen: kommt es zu Verspätungen oder gar Ausfällen von Flügen, soll der Google Assistant Informationen zu Umbuchungen, regelmässige Updates oder gar Verpflegungsgutscheine direkt auf dem Bildschirm der User anzeigen. Wann dies der Fall sein wird ist noch nicht bekannt, aber man arbeite daran.

In Zürich entwickeln «Googler» Travel-Tools

Mit «Google Lens» durch die Strassen gehen und den Kopf mit Wissen füllen.

Am Jubiläumsevent präsentierte Google eine Reihe weiterer News und Weiterentwicklungen, die auf Reisen praktische Informationen zur Verfügung stellen oder Hilfe leisten. Kennen Sie folgende Situation? Sie steigen irgendwo in London aus der U-Bahn aus und wissen nach dem Verlassen der Station nicht, wo Sie sich befinden und der eigene Standort (blauer Punkt) auf Google-Maps rührt sich nicht vom Fleck? Auf der App kann neu die Kamera geöffnet werden, umliegende Gebäude damit erkannt und die Applikation erkennt so den Standort.

Eine weitere Entwicklung ist «Google Lens». Das Tool ermöglicht, Stadttouren von nun an ganz auf eigene Faust zu unternehmen, ohne auf spannende Informationen zu verzichten. Wer über die Google-Such-App verfügt, kann direkt auf das Lens-Logo klicken und unterwegs zum Beispiel interessante Gebäude scannen. Zeitgleich erscheinen darunter Zahlen und Facts zum Objekt oder zur Sehenswürdigkeit. Das ist aber nicht alles: befinden Sie sich auf einer Wanderung und fragen sich, welche Blumen am Wegrand blühen, können Sie diese ebenfalls scannen und erhalten ausführliche Erklärungen dazu.

Welcome to the Future mit der SBB AR App.

Gemeinsam mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) tüftelt Google derzeit an einer Augmented Reality App. Es ist in diesem Bereich die erste Partnerschaft mit einem Schweizer Unternehmen. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich an einem Ihnen unbekannten Ort in der Schweiz und wissen nicht, wie Sie am besten von A nach B kommen. Smartphone zücken, SBB AR App öffnen, die Umgebung scannen und schon erscheinen die nächsten Verbindungen auf dem Handy. Das Tool befindet sich noch in der Entwicklung und ist zurzeit erst für das Android-Betriebssystem beschränkt nutzbar.

Google schafft es mit der Translate-App bei 100 Sprachen die berüchtigte Sprach-Barriere zu brechen und ermöglicht so die Verständigung zweier Personen aus verschiedenen Ecken der Welt. Und das nicht nur mittels  mühsamer Texteingaben, die App erkennt die Stimme und übersetzt den gesprochenen Text oder scannt Strassenschilder und verwandelt die Hieroglyphen in die eigene Muttersprache.

1000 neue Arbeitsplätze in Zürich

Zurzeit tüfteln rund 4000 Google-Mitarbeiter aus 85 verschiedenen Nationen in Zürich an neuen technologischen Innovationen, die das alltägliche Leben erleichtern sollen. Mit dem neuen Standort an der Europaallee kreiert der Tech-Riese weitere 1000 Arbeitsplätze, zwei weitere Gebäude befinden sich noch im Umbau. Somit ist die Schweiz der drittgrösste Firmenstandort weltweit. Die Google-Mitarbeiter hierzulande  beschäftigen sich mit der Optimierung und Entwicklung von verschiedenen Google-Diensten wie die Suchmaschine, Mail, Ads, Assistant oder Maps.

Am Jubiläumsevent zum 15. Geburtstag und zur Eröffnung des neuen Hauptsitzes in der Schweiz waren unzählige Googler vor Ort, die im Rahmen einer hauseigenen Expo die verschiedenen Produkte erlebbar machten und spannende Informationen dazu weitergaben.

An der Expo erklärten die Mitarbeiter persönlich über die Besonderheiten und den Nutzen ihrer Entwicklungen.