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Das Ziel lautet: Bessere Prozessabwicklung dank Blockchain. Bild: Hitesh Choudhary.

Travelport, IBM und BCD Travel entwickeln Blockchain-Lösung für Hotelkommissionen

Mithilfe der Blockchain werden Abgleich, Verfolgung und Verrechnung dieser Zahlungen in einem verteilten, dezentralen Kassenbuch erfasst.

Travelport hat die Entwicklung einer Blockchain-Lösung zur verbesserten Abwicklung und Abstimmung von Hotelkommissionszahlungen angekündigt. Ebenfalls an dem Projekt beteiligt sind IBM Services, das Unternehmen für Geschäftsreisemanagement, BCD Travel sowie mehrere renommierte Hotelketten.

Mithilfe der Blockchain werden Abgleich, Verfolgung und Verrechnung dieser Zahlungen in einem verteilten, dezentralen Kassenbuch erfasst. Alle Beteiligten erhalten damit Zugriff auf die gleichen, präzise erfassten Informationen zu Buchungsstatus und Kommissionen. Die Blockchain fungiert wie ein Online-Kassenbuch, das zugleich Daten sammeln kann, diese in Echtzeit verarbeitet und dann selbstständig und sicher Informationen für eine beliebige Anzahl autorisierter Parteien bereitstellt.

Mehr Transparenz, mehr Vertrauen, mehr Buchungen

Ross Vinograd, Senior Product Director bei Travelport, kommentiert: «Angewendet auf die Abwicklung von Hotelkommissionen hat die Blockchain-Technologie das Potenzial, sich sowohl für die Reiseagentur als auch das Hotel bezahlt zu machen. Änderungen der Reisedaten vor Ort, No-Shows oder kostenlos zur Verfügung gestellte Übernachtungen sind nur einige Beispiele dafür, wie Abweichungen in der Kommissionsberechnung entstehen.»

Diese könnten sich in der Folge ausweiten und Kosten sowie Einnahmeausfälle verursachen. Ziel sei es, die gesamte Buchung in der Blockchain abzubilden. Damit schaffe man mehr Transparenz, mehr Vertrauen und letztlich mehr Buchungen. Die Kommissionslösung wurde am 6. August 2019 auf der Tagung der Global Business Travel Association in Chicago vorgestellt.

«Aus meiner Sicht gibt es Probleme mit der Standardisierung von Daten an vielen Stellen und aus allen Richtungen», sagte Dan Stephenson, Regional Process Owner und Shared Services Director von Hyatt. «Ich sehe in diesem Projekt eine wirkliche Lösung für diese Standardisierungsprobleme – fast die einzige, die mir derzeit bekannt ist. Offen gesagt, habe ich zwei Ziele, wenn es um unsere Zahlungsprozesse geht – dass wir korrekt zahlen, und dass wir so schnell wie möglich zahlen. Je weniger Zeit wir darauf verwenden, zum richtigen Ergebnis zu kommen, desto besser für uns alle.»

(TN)