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Mit neuen Technologien will Star Alliance das Kundenerlebnis verbessern und die Abläufe am Flughafen vereinfachen. Bild: AdobeStock

Star Alliance lanciert 2020 eine Gesichtserkennungs-Technologie

Die Luftfahrtallianz will das Kundenerlebnis künftig verbessern, indem die Identität bei zahlreichen Flughafen-Prozessen per Gesichtserkennung festgestellt wird. Das sind die wichtigsten Details dazu.

Willkommen in der Zukunft! Stellen Sie sich vor, Sie gehen an den Flughafen und brauchen für das Check-In weder eine Bordkarte noch einen Reisepass. Klingt unmöglich? Genau diesen Service will die Luftfahrtallianz Star Alliance in Zukunft aber anbieten. Vom Angebot sollen alle Passagiere profitieren, die in einem der Vielfliegerprogramme von Star-Alliance-Mitgliedern teilnehmen und der Verwendung ihrer biometrischen Daten zugestimmt haben.

Das Projekt realisiert Star Alliance gemeinsam mit dem IT-, Netzwerk- und Biometrieunternehmen NEC Corporation. Vorgesehen ist, dass in Zukunft sowohl beim Check-in/Bagdrop als auch in Lounges oder beim Boarding, wo man bislang noch Pass und Bordkarte vorweisen muss, künftig eine «secure identity management solution» zum Tragen kommt, also eine Gesichtserkennungstechnologie.

Damit der Service funktioniert, durchlaufen die Passagiere einmalig einen Anmeldeprozess. Anschliessend werden die Biometrie-Daten an die teilnehmenden Flughäfen übertragen, damit sie für die Verwendung bereit sind, wenn der Star-Alliance-Reisende am jeweiligen Flughafen unterwegs ist. Persönliche Daten wie Foto oder ID-/Pass-Nummern werden verschlüsselt und sind auf der Star-Alliance-Plattform selber gehostet. Den Pass muss man dennoch dabei haben - etwa für Grenzkontrollen.

Das System soll bereits im ersten Quartal 2020 eingeführt werden und den Star-Alliance-Mitgliedern dabei helfen, ihre operative Leistung zu verbessern.

Keine Sorgen wegen Datenschutz

Das Unternehmen betont, dass durch diese Innovation der Ablauf am Flughafen reibungsloser wird, weil nicht alle Reisedokumente immer hervorgeholt werden müssen. Des Weiteren kann die Effizienz am Flughafen gesteigert werden. Um die personenbezogenen Daten gibt es keinen Grund zur Sorge, denn diese sind laut Star Alliance verschlüsselt und sicher gespeichert und werden nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Fluggastes verwendet.

«Mit NEC haben wir einen starken Partner gefunden, der unsere Vision von einem nahtlosen Reiseerlebnis für Flugreisende teilt. Wir bei Star Alliance sind bestrebt, die Kundenreise zu verbessern, und diese strategische Partnerschaft mit NEC wird uns helfen, den Weg vom Bordstein über das Gate bis zum Flugzeug zu einem viel einfacheren und innovativeren Erlebnis für unsere Kunden zu machen», sagt Jeffrey Goh, CEO von Star Alliance.

Die Fluggesellschaft Delta führte im letzten Jahr ein End-to-End-Biometrieterminal am Flughafen Atlanta in den USA ein. Auch andere Flughäfen investieren in die neue Technologie. So werden in London-Heathrow umgerechnet etwa 60 Millionen Schweizer Franken in die Biometrie-Technologie investiert.

(JCR/NWI)