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Die Gastgeber des Last-Minute-Sprachkurses von links nach rechts: Nadia Holzer (Google), Loris Pandiani (PRfact), Matthias Meyer (Google) und Michela Giuliato (PRfact). Alle Bilder: TN

歓迎Sprachbarriere war einmal

Von Nina Wild

Mit der deutlich verbesserten Google-Translate-App für Übersetzungen in über 100 Sprachen sind auch Sie sprachlich fit für die nächsten Ferien im Ausland. Wir haben die App getestet.

Die Schweizerinnen und Schweizer sind ein reisegewandtes Volk und verbringen ihre Ferien gerne im Ausland. Oft gibt es nur ein Problem: die Sprachbarriere und die Verständigung mit der lokalen Bevölkerung, gerade in exotischen Ländern.

Scannen, wischen und das Lieblingsgericht auswählen - so einfach geht es mit Google Translate.

Google hat deshalb seine Google-Translate-Applikation im letzten halben Jahr mittels Machine Learning, also einem speziellen System, dass aus Beispielen immer neu dazulernt, optimiert. Wir waren am Last-Minute-Sprachkurs von Google an der Zürcher Europaallee dabei und finden das Ergebnis beeindruckend.

Nebst dem manuellen Eingeben von Wörtern in verschiedenen Fremdsprachen, die dann in die Muttersprache übersetzt werden, gibt es auch die Möglichkeit, Wörter per Handschrift auf den Bildschirm zu schreiben um sie zu übersetzen. Doch stellen Sie sich vor, sie sitzen in einem Restaurant und haben einen riesen Hunger. Mühsam, wenn dann noch von jedem Gericht die Buchstaben abgetippt werden müssen, oder?

Genau deshalb verfügt die Applikation über eine Kamera-Funktion. Mit dieser ist der Scan der Speisekarte in einem Restaurant möglich. Automatisch erscheinen die erkannten Buchstaben und Wörter in rechteckigen Kästchen. Der User bestimmt anschliessend selber, ob die ganze Karte übersetzt wird oder beispielsweise nur ein Gericht. Mit einem einfachen Fingerwischen erscheint die Übersetzung auf dem Bildschirm.

Verkehrsschilder-Dschungel

Das nächste Problem in den Ferien können die teilweise sehr abstrakten Verkehrs- oder Warnschilder sein. Jetzt nur keinen Fehler machen, das kann böse enden! Google integrierte in die Übersetzungs-App auch eine Lösung dafür. Mit der Kamera-Sofort-Übersetzung blendet der User die Hieroglyphen ein und kurze Zeit später erscheint die Übersetzung auf dem Smartphone-Bildschirm.

Die beiden Tools gibt es bereits in über hundert Sprachübersetzungen und die Nutzung ist auch im offline-Modus möglich, sofern die Sprachen vorgängig über die Internetverbindung heruntergeladen wurden.

Hätten Sie gewusst, dass «Wypadki» polnisch ist und übersetzt «Unfall» heisst?

Nach Auskunft fragen wird zum Kinderspiel

Mit der Handy-App ist sogar das Führen von kleinen Unterhaltungen ganz einfach. Man wählt die gewünschte Sprache aus und fragt beispielsweise: «Wo ist die nächste U-Bahn-Station?» Der Übersetzungsdienst spricht die Antwort in der Fremdsprache aus und gibt sie auf dem Bildschirm schriftlich wieder. Das Gegenüber spricht anschliessend die Antwort ins Handy und sie wird in die eigene Sprache übersetzt. Bislang kann diese Funktion jedoch ausschliesslich mit einer funktionierenden Internetverbindung genutzt werden. Steckt man irgendwo in der Pampa, muss man sich wohl oder übel noch immer mit Händen und Füssen verständigen.

Michela Giuliato demonstriert die App, in dem sie Blogger Walter Schärer auf japanisch seine Fragen beantwortet.

Dass solche Übersetzungshilfen zukünftig das Lernen von Fremdsprachen ersetzt, ist ungewiss. Bislang sind die Tools aber lediglich dafür gedacht, sich in kleinen Notsituationen selber zu helfen. Und das klappt super, wie die verschiedenen Tests am Google-Event gezeigt haben. Wir werden die App auf unserer nächsten Reise bestimmt benutzen.

Kostenloser Download Google Translate: