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Zürich Tourismus will die Sichtbarkeit des Ferienziels Zürich durch digitale Daten in hoher Qualität erhöhen. Bild: Zürich Tourismus

Zürich Tourismus setzt auf Open Data

Als erste Stadt im deutschsprachigen Raum stellt Zürich seine Daten der Allgemeinheit zur Verfügung – weg vom «Gärtli»-Denken lautet der Ansatz, der helfen soll, verzerrte Darstellungen der Stadt zu verhindern.

Wenn es um technologische Innovationen geht, mischt Zürich Tourismus an vorderster Front mit. Im Wissen, dass Open Data in der Tourismusbranche zu einem bestimmenden Thema werden dürfte, stellt Zürich Tourismus als erste Stadt im deutschsprachigen Raum seine Daten der Allgemeinheit unter zt.zuerich.com/opendata zur Verfügung. Damit soll etwa verhindert werden, dass in Zukunft verzerrte Darstellungen der grössten Schweizer Feriendestination publik gehen.

«Ziel soll es sein, dass das Bild von Zürich korrekt wiedergegeben wird – statt einesn schlecht geschossenes Bildes vom Lindenhof, das ihn als umgepflügten Acker zeigt anstatt als beliebten Aussichtspunkt für Touristen», erklärt Ueli Heer, Mediensprecher von Zürich Tourismus. «Wie wollen die Inhalte frei zugänglich machen und wegkommen vom «Gärtli»-Ansatz. Zürich Tourismus möchte aber auch den Weg in die Zukunft öffnen für maschinenlesbare Daten.»

Heer verweist auch auf Restaurant-Beschreibung,en die mit dem tatsächlichen Angebot so rein gar nichts zu tun hätten. «Wenn Reiseportale Zürichs Angebote preisen, kann das schon mal danebengehen. Ein Grund könnte sein, dass sie nicht die richtige Datengrundlage hatten.»

Offene und digitale Dateninfrastruktur

Im Rahmen der digitalen Content-Strategie öffnet Zürich Tourismus deshalb seine touristischen Daten und stellt sie der Allgemeinheit zur freien Verfügung. Ziel ist der Aufbau einer offenen und digitalen Dateninfrastruktur. So soll die Sichtbarkeit der Tourismusregion Zürich durch digitale Daten in hoher Qualität erhöht werden. Insgesamt stehen über 90 verschiedene Datensätze in vier Sprachen für die Region Zürich über eine API (JSON) zur Verfügung.

Für Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus, bewegt sich die Welt – allen Ängsten und Bedenken vieler zum Trotz – in eine digitale Zukunft. «Fast alles dreht sich um Daten. Das zeigt etwa die von der Regionalen Direktorenkonferenz (RDK) in Auftrag gegebene und kürzlich publizierte Studie des GDI ‘Unterwegs mit smarten Assistenten’. Die Daten können helfen, Innovationen zu schaffen. Folgerichtig öffnet Zürich Tourismus sein umfangreiches Datenarchiv für die Öffentlichkeit».

(GWA)