Tourismuswelt

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Der Wind ist ein Hurrikan-Problem, die aufgepeitschte See das andere. In den Carolinas wird mit grossen Überschwemmungen gerechnet. Bild: poepoe374

Hurrikan Florence: Eine Million Menschen werden evakuiert

Florence ist aktuell ein Hurrikan der Kategorie 4 und wird aller Voraussicht nach North und South Carolina direkt treffen. Im ganzen Südosten der USA ist mit schwierigen Wetterverhältnissen zu rechnen. Update: Boeing schliesst vorübergehend sein Werk in South Carolina.

Bereits gestern informierten wir darüber, dass sich Hurrikan Florence dem Südosten der USA nähert und dort vermutlich auch auf Land treffen wird. Panikmache? Mitnichten. Offenbar handelt es sich hier um den ersten richtig grossen Hurrikan der Saison 2018. Aktuell ist Florence ein Hurrikan der Kategorie 4 und könnte sogar auf die Maximalstufe 5 gehoben werden, wobei nach aktuellsten Berechnungen des US-Hurrikanzentrums Florence beim Landgang - nach aktuellen Prognosen am Donnerstagabend oder Freitagmorgen in der Küstenregion der Bundesstaaten North Carolina und South Carolina - «nur» noch ein Hurrikan der Kategorie 3 oder 4 sein dürfte. Es wäre allerdings das erste Mal seit 1989 (Hurrikan Hugo), dass ein Hurrikan dieser Stärke so weit nördlich auf Land trifft.

Die Behörden nehmen die Bedrohung durch Florence dermassen ernst, dass rund 1 Million Menschen im prognostizierten Gebiet des Landtreffers zur Evakuierung ihrer Häuser aufgefordert wurden - und zwar sofort. Bereits ab Mittwoch (12. September) könnten erste Ausläufer von Florence die Region zwischen Jacksonville im Nordosten Floridas und Norfolk in Virginia mit heftigen Stürmen eindecken. Befürchtet werden Überschwemmungen, nicht nur an der Küste, sondern auch weit Inland in Flüssen und Seen, dazu Sturmschäden durch Wind und herumfliegende Gegenstände.

Die Flughäfen von Savannah im Süden bis Norfolk im Norden bereiten sich auf schwere Beeinträchtigungen des Flugverkehrs vor; Airlines bieten bereits jetzt kostenlose Umbuchungsmöglichkeiten. Die Einwohner haben derweil Benzin und Nahrungsmittel gehamstert und begeben sich aus der Gefahrenzone. Die US NAvy hat sämtliche Schiffe aus ihrer Basis in Norfolk herausbeordert, weil diese auf See mit dem Sturm besser klarkommen bzw. diesem ausweichen können.

Florida bleibt wohl verschont

Für South Carolina, North Carolina, Virginia und Maryland gilt bereits jetzt der Notstand, womit Bundesgelder für Schutzmassnahmen zugänglich sind. Florida, normalerweise am stärksten von Hurrikans betroffen, scheint dieses Mal davonzukommen.

Touristisch relevant sind im betroffenen Gebiet vor allem die beliebten Küstenorte Savannah (Georgia) und Charleston (South Carolina), aber auch Badeorte wie Myrtle Beach (South Carolina) oder gar der weit Inland gelegene Blue Ridge Parkway mit der Stadt Asheville (North Carolina). Wer in den kommenden Tagen dort unterwegs ist oder dorthin zu reisen plant, sollte sich jetzt mit seinem Reiseveranstalter/Reisebüro in Verbindung setzen oder die Informationen des National Hurricane Center genau verfolgen.

(JCR)