Tourismuswelt

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Viele Schweizer fühlen sich nach der Rückkehr aus den Ferien traurig und lustlos. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bild: Fotolia.

Fast die Hälfte der Schweizer leidet am «Post Holiday Blues»

So manch einem fällt die Rückkehr aus den Ferien zurück in den Alltag schwer: Die Zahl der Schweizer, die sich nach den Ferien traurig und niedergeschlagen fühlt, liegt bei 44 Prozent.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Für viele Schweizer steht die Rückkehr in den Alltag an. Doch anstatt erholt und motiviert wieder in «die Socken zu steigen», trauern immer mehr ihren Ferien nach. Gemäss einer Umfrage der Reisesuchmaschine momondo.ch ist die Zahl der Betroffenen seit 2016 um 12 Prozent gestiegen: Aktuell leiden 44 Prozent der Schweizer unter dem Post Holiday Blues.

Allgemein kann man sagen: Südliche Länder in Europa sind deutlich stärker betroffen, als nördliche. Dies zeigt sich auch hierzulande: den Westschweizern fällt die Rückkehr in den Alltag schwerer als den Deutschschweizern. 55 Prozent der Westschweizer gaben an, nach den Ferien nicht gut drauf zu sein. Bei den Deutschschweizern sind es 37 Prozent.

Auch zwischen Frauen (51 Prozent Betroffene) und Männern (37 Prozent) ist ein Unterschied erkennbar - beide Geschlechter verzeichnen zudem einen beträchtlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. 2017 gaben lediglich 44 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer an, sich nach den Ferien traurig oder niedergeschlagen zu fühlen.

Lieber viermal im Jahr kürzer in die Ferien als einmal lang

In Frankreich liegt die Anzahl Betroffener bei 56 Prozent, in Italien sind es 54 Prozent. Österreich (36 Prozent) und Deutschland (35 Prozent) sind deutlich weniger betroffen. «Ganz extrem trifft es die Ukrainer – 62 Prozent von Ihnen sind nach den Ferien deprimiert», sagt Julia Stadler Damisch, momondo.ch Sprecherin. Am wenigsten betroffen sind Holländer – dort gaben lediglich 32 Prozent an, nach der Heimkehr aus den Ferien schlecht gelaunt zu sein.

Fragt man die Schweizer, was sie gegen den Frust nach den Ferien tun, werden Massnahmen, wie länger zu schlafen (24 Prozent), gesünder zu essen (14 Prozent), mehr Sport zu treiben (13 Prozent) oder shoppen zu gehen (9 Prozent) genannt. Beliebtestes Mittel gegen den Post Holiday Blues bleibt jedoch weiterhin, gleich die nächsten Ferien zu planen. 24 Prozent der Schweizer wenden diesen Trick mittlerweile an - 2017 waren es noch zehn Prozent weniger.

Der Tipp von Julia Stadler Damisch: «Nach Möglichkeit sollte man versuchen, öfter kürzere Ferien zu machen – wenn man sich vier Mal im Jahr auf eine Woche Freiheit freuen kann, ist der positive Effekt grösser, als wenn man seine kompletten Ferien für eine lange Reise verbraucht.»

(LVE)