Tourismuswelt

ramadan_fotolia.jpg
Viele Sehenswürdigkeiten schliessen an Ramadan früher als sonst. Auch die Kleidung sollte während der Fastenzeit dezenter ausfallen. Bild: Fotolia.

Das müssen Touristen während dem Ramadan beachten

Am 16. Mai 2018 beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. In dieser Zeit müssen sich auch Reisende in muslimischen Ländern auf einige Änderungen einstellen.

Während des Ramadans wird in den muslimischen Ländern ab Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen verzichtet. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, Jordanien, Saudi-Arabien und im Oman gilt diese Regelung auch für Touristen. Die meisten Restaurants und Cafés haben tagsüber geschlossen. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder in privaten Autos darf tagsüber nicht gegessen und getrunken werden. Sogar das Kauen von Kaugummi ist verboten.

Ägypten, Tunesien oder die Türkei handhaben den Ramadan für Touristen etwas liberaler: Der Verzicht auf Essen und Trinken in der Öffentlichkeit ist freiwillig, wird aber auf jeden Fall als Geste der Höflichkeit gewertet. In den strenger regulierten Ländern bieten die meisten Hotels tagsüber Zimmerservice und teils auch abgeschirmte Essensbereiche für Besucher, die nicht fasten.

Sehenswürdigkeiten schliessen meist früher als üblich

Geschäftsreisende in muslimischen Ländern sollten sich auf die kürzeren Arbeitszeiten während der Fastenzeit einstellen. Meetings plant man am besten morgens, wenn die Fastenden weniger müde sind und sich besser konzentrieren können. Für Touristen und Geschäftsreisende gilt gleichermassen: Fahrten innert einer Stunde nach Sonnenuntergang sollten vermieden werden. Dann ist der Verkehr am dichtesten und die Unfallrate laut Statistik am höchsten.

In den meisten Restaurants ist während des Ramadans Live-Musik verboten, Discos sind geschlossen und in Bars wird kein Alkohol ausgeschenkt. Je nach Hotel wird auch in der Hotelbar kein Alkohol ausgeschenkt.

Während die Shoppingcenters meist bis nach Mitternacht offen sind, schliessen Museen und andere Kulturstätte in der Regel früher als sonst. Touristen sollten Aktivitäten auf den Morgen legen – ein Wecker benötigt man in dieser Zeit kaum: Die Gläubiger werden früh morgens vom Ruf des Muezzin geweckt. Damit keiner den Fastenbeginn am Morgen verpasst, ziehen oft Musiker in aller Früh durch die Gassen – und wecken die Touristen gleich mit.

(TN)