Tourismuswelt

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Sunday Press «Enormer Rückgang bei Mallorca-Reisen»

Spanien bereitet ITS Coop Travel «Kopfzerbrechen». – Die SBB wollen in eine Technologie mit dreidimensionalen Computerbildern investieren.

Ohne die «Zentralschweiz am Sonntag» müsste die heutige Presseschau wohl ausfallen... Weder in der «SonntagsZeitung» noch der «NZZ am Sonntag» findet sich ein aktueller Beitrag aus der Welt des Tourismus.

In der «Zentralschweiz am Sonntag» äussert sich Andi Restle, Geschäftsführer von ITS Coop Travel, dem Branchenleader im Direktverkauf, ausführlich. Den Grossteil des Umsatzes von 73 Millionen Franken im vergangenen Jahr mache das Unternehmen im klassischen Badegeschäft, das sich durch Online-Portale und den Markteintritt der grossen deutschen Reiseanbieter «völlig verändert hat», wie Restle im Interview sagt. ITS Coop Travel wurde vor gut zehn Jahren mit der Hilfe von DER Touristik gegründet, nachdem sich Detailhändler Coop im Jahre 2000 aus dem Reisegeschäft zurückgezogen hatte. Die Gesellschaft ist ein Joint-Venture von Coop und dem deutschen Rewe-Konzern, zu dem DER Touristik gehört.

Ob man denn trotz der Konkurrenz und des intensiven Preiskampfes «noch gutes Geld» verdiene, will die Zeitung wissen. «Ja klar, sonst würden wir es nicht machen», lautet Restles lakonische Antwort. Konkrete Zahlen nennt er aber nicht. Mit dem aktuellen Geschäftsgang ist man bei ITS Coop Travel zufrieden. Man wachse und beim Umsatz liege man vier Prozent über Vorjahr.

«Kopfzerbrechen» bereite in diesem Jahr allerdings Spanien. Die kanarischen Inseln liegen zehn Prozent unter Vorjahr, Mallorca schenke mit einem Minus von 20 Prozent «noch mehr ein», so Restle. Als Gründe nennt er die fehlenden Flugkapazitäten nach der Pleite von Air Berlin und die verschlechterten Konditionen. «Und dann bleibt wohl auch der eine oder andere wegen des Massentourismus dieses Jahr Mallorca fern», vermutet Restle. Ob der Einbruch bei Mallorca nicht zu erwarten war? «Nicht in dem Ausmass. Der Rückgang ist schon enorm.»

Ob sich der Massentourismus zu einem «ernsthaften Problem» entwickle, fragt die Zeitung weiter. «Es ist auf jeden Fall ein Thema», sagt Restle und fügt hinzu: «Wir müssen uns ernsthaft überlegen, wie wir all die Massen steuern können. Probleme sehe ich insbesondere bei der Kreuzfahrt. Die Einwohnerzahl von Valletta, der Hauptstadt von Malta, verdoppelt sich, wenn nur schon zwei Schiffe dort vor Anker gehen.» Wie denn eine Lösung aussehen könnte? Restles einfache, aber ehrliche Antwort: «Ich weiss es auch nicht.»

Frauen buchen Geschäftsreisen kostenbewusster

Eine Datenanalyse der Lufthansa-Tochter Airplus kommt zum Schluss, dass bei Geschäftsreisen Frauen kostenbewusster sind als ihre männlichen Arbeitskollegen. Sie buchen ihre Flüge in der Regel früher und profitieren damit von günstigeren Preisen, schreibt die «Zentralschweiz am Sonntag».

Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass Frauen in den Chefetagen noch immer deutlich untervertreten sind. Bei den höheren Buchungsklassen – Premium Economy, Business-Class oder First Class – liegen sie weit hinter den Männern. Das Kostenbewusstsein der Frauen wird auch dadurch bestätigt, dass sie viel weniger stornieren als ihre männlichen Kollegen.

Futuristische SBB

Die SBB wollen in eine Technologie mit dreidimensionalen Computerbildern investieren, was die Arbeit an den Gleisen auf den Kopf stellen könnte, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Das Projekt «Augmented Reality» (erweiterte Wirklichkeit) steht auf der Investitionsliste der Bahn. Sie weiss jedoch noch nicht, ob und wie die «revolutionäre Technologie» im Alltag eingesetzt werden soll.

«Es ist noch nichts spruchreif», schreibt die SBB-Medienstelle. Trotzdem nennt sie mögliche Anwendungsbereiche. So könnten Elektromonteure dank der Reparaturanleitung auf der Datenbrille freie Hände haben beim Arbeiten. Wie viel Geld in den Aufbau einer Augmented-Reality-Plattform investiert werden soll, geben die SBB nicht bekannt. Sie meinen es aber ernst, wie der «SoBli» folgert, da dem Projekt in der Ausschreibung «strategische Bedeutung» zugeschrieben wird.

Luxuszug in den Anden

Das Reisen in Luxuszügen gehört zu den exklusivsten Reiseerlebnissen auf allen Kontinenten. Nun hat auch Südamerika einen, aber einen ganz speziellen, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» in ihrem Reiseteil schwärmt. Der Belmond Andean Explorer in Peru ist nämlich nicht nur der erste Luxuszug Südamerikas, «sondern auch der höchstgelegene weltweit». Auf der Fahrt besucht man eine wenig bekannte Inkastadt und die schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee. Für die 688 Kilometer von Cusco nach Arequipa braucht der Zug 2 ½ Tage.

Im «Stil» der «NZZ am Sonntag» wird die frühere Industriestadt Lodz im Herzen Polens als «Stadt der Sehnsucht» porträtiert. Denn noch vor zehn Jahre wäre niemand auf die Idee gekommen, Lodz zu besuchen. Doch heute sind die alten Fabriken Stadt mit neuem Leben gefüllt.

(HPB)