Tourismuswelt

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Hotelplan verstärkt das Engagement für Delphine. Bild: Fotolia

Das Wohl der Tiere rückt vermehrt in den Fokus des Tourismus

World Animal Protection ruft mit der Kampagne «Wildlife Selfie Code» dazu auf, Selfies mit Wildtieren zu unterlassen. Hotelplan Suisse verstärkt die Zusammenarbeit mit der Schweizer NGO OceanCare und setzt sich mit diesem Engagement für Wale und Delphine ein.

Mit Instagrams Reichweite zur Veränderung

Mit der Kampagne «Wildlife Selfie Code» rief die World Animal Protection dazu auf, niemals ein Selfie mit einem wilden Tier zu machen. Bis zu 250‘000 Unterschriften konnten gesammelt werden. Nun hat die Kampagne Instagram dazu bewogen, Schritte zur Beendigung von Wildtier-Selfies einzuleiten.

Mit der neuen «Content Advisory Page» hat Instagram eine Seite ins Leben gerufen, welche Probleme durch Selfies mit Wildtieren aufzeigen soll. Sucht ein Benutzer nun beispielsweise nach Hashtag wie #koalaselfie, wird eine Warnmeldung aufgezeigt, welche mit einem Link verbunden ist, die einem direkt zur World Animal Protection führt. Damit sollen alle 800 Millionen Instagram Nutzer dazu aufgerufen werden, die Veränderung von Tieren als Foto-Hinguckern anzutreiben.

«Wir sind überzeugt, durch diesen ersten Schritt zu einer Veränderung der Akzeptanz von Tieren als Unterhaltungsobjekt beizusteuern», sagt Cassandra Koenen, Leiterin der Wildtierkampagne bei World Animal Protection.

Hotelplan übernimmt Verantwortung

Das Ziel der Zusammenarbeit von Hotelplan Suisse und OceanCare ist es, Reisende auf die Problematik der Delphinhaltung aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang wird Hotelplan Suisse zusammen mit ihren Reisemarken folgende sechs Massnahmen ergreifen, welche innerhalb der nächsten 18 Monate umgesetzt werden sollen:

  • Keine neuen Angebote mit in Gefangenschaft lebenden Delphinen und Walen werden ins Programm aufgenommen
  • Das Schwimmen mit Delphinen in Gefangenschaft wird nicht mehr aktiv angeboten. Zudem werden Online- und Katalogausschreibungen abgeschafft
  • Es werden keine Tickets für solcherlei Attraktionen mehr publiziert
  • Hotels, welche ein Delphinarium besitzen, werden aus dem Katalog gestrichen
  • Interne Schulung von OceanCare Experten für Produkt- und Verkaufsverantwortliche von Hotelplan Suisse
  • Broschüren sollen Kunden die Problematik des Schwimmens mit Delphinen sowie die Haltung der Tiere aufzeichnen

Somit übernimmt der Schweizer Reiseveranstalter vermehrt Verantwortung: Zwar ist das Schwimmen mit Delphinen zweifellos ein unvergessliches Erlebnis, jedoch werden die Tiere dafür auf brutalste Art und Weise in der Wildnis gefangen, welches zudem das Überleben ganzer Populationen gefährdet. «Die Tiere brauchen Auslauf, damit sie die hochentwickelte Familienstruktur ausleben können. Kein Becken bietet die Voraussetzung, um die natürlichen Verhaltensweisen der Delphine aufrecht zu erhalten», sagt Silvia Frey, Verantwortliche für Wissenschaft und Bildung bei Ocean Care.

Ergänzend dazu sagt Kurt Eberhard, CEO von Hotelplan Suisse, folgendes: «Delphinen und Walen kann man in freier Wildbahn auf verantwortungsvoll geführten Delphin- oder Whale Watching-Touren respektvoll begegnen. Es ist wichtig, das Bewusstsein potentieller Besucher von Delphinarien zu schärfen, um eine Veränderung bewirken zu können.»

(YEB)