Tourismuswelt

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Die beiden Co-Founder Boris Stevanović (CTO, hinten, ganz links) und Niklas Zeller (CEO, hinten, in der Mitte) zusammen mit dem Belgrader Viselio-Team. Bild: HO

In einem Schritt zum China- oder Russland-Visum

Aufwändiges Ausfüllen von Visaformularen? Dank innovativer Software will Viselio das Prozedere vereinfachen. Dem Schweizer Start-up steht ein 20-köpfiges Team im Service-Center in Belgrad zur Seite.

Anfangs Jahr ging Niklas Zeller an den Start mit der Firma Etraveldocs – mit dem Ziel, das mühsame Beschaffen von Visa und physische Ausfüllen von Formularen mit einer digitalen Plattform zu vereinfachen. Ein Jahr später nennt sich die Firma Viselio und verfügt neben dem Firmensitz an der Berner Luisenstrasse 5 nun auch über ein 20-köpfiges Servicecenter in Belgrad mit Software-Spezialisten, Daten-Spezialisten und einer Hotline. «Der Name Etraveldocs hat in der Schweiz nicht funktioniert mit dem englischen <E>, das gab Missverständnisse», äussert sich Niklas Zeller via Skype zur Namensänderung auf Viselio.

Der Visumdienst konzentriert sich vorerst auf die Schweiz und das Beschaffen von Visa für Russland, China, Indien und Vietnam. Bald sollen weitere Länder folgen, sowohl was die Herkunftsländer der Anfragesteller als auch die Reiseländer betrifft.

Schnittstelle zu Reisebüros und Reiseveranstaltern

Das Grundgerüst für die europäische Expansion ist gelegt. Das jüngste Release der Viselio-Software hat nun zahlreiche manuelle Schritte eliminiert, «das ganze Visum kann in einem Schritt beantragt werden», sagt Niklas Zeller, der auf die Unterstützung seines Vaters Roland Zeller zählen kann, der Mitgründer und einer der Investoren ist und der auch bei travelnews.ch beteiligt ist.

Insbesondere bei der Beschaffung des Russland-Visums sei das Zusammenholen vieler Einzelteile nötig, ob Krankenkassenbestätigung oder einer Einladung, die ans Tourismusministerium weitergereicht werden muss, erklärt Niklas Zeller. Dem Kunden stünde nun auf viselio.com hierzu ein One-Stop-Shop zur Verfügung.

Das Viselio-Team verfügt über zwei Suchmaschinen-Spezialisten, die für eine gute Präsenz des Visumdienstes auf Suchmaschinen wie Google sorgen, schliesslich erfolgt die Kundenakquisition grösstenteils online. «Mit der Anzahl Anfragen und Abwicklungen sind wir sehr zufrieden» zieht Niklas Zeller nach zwölf Monaten ein positives Fazit und blickt bereits auf eine weitere Expansion des Jungunternehmens hin. Auf dem Plan steht dabei auch die Integration einer Schnittstelle zu Reisebüros und Reiseveranstaltern, die künftig ihren Kunden die mühsame Visa-Beschaffung dank dem Viselio-Ablauf abnehmen können.

(GWA)