Tourismuswelt

Trafen sich für einen Austausch in Zürich, von links: Luc Vuilleumier (Swiss Travel Security), SRV-Geschäftsführerin Andrea Beffa, Marcel Gsell (Fair Reisegarant), Sonja Laborde (Travel Professional Association), Marco Amos (Garantiefonds der Schweizer Reisebranche) und SRV-Präsident Martin Wittwer. Bild: SRV

SRV bringt Kundengeldabsicherer an einen Tisch

Der Schweizer Reise-Verband (SRV) hat Ende 2025 die zentralen Akteure der Kundengeldabsicherung zu einem Runden Tisch eingeladen. Ziel war es, sich frühzeitig auf mögliche Anpassungen des Pauschalreisegesetzes vorzubereiten und gemeinsame Positionen zu erarbeiten.

Der Schweizer Reise-Verband (SRV) hat im Dezember 2025 einen Roundtable mit den Verantwortlichen der wichtigsten Kundengeldabsicherungen durchgeführt. Teilgenommen haben Marco Amos (Garantiefonds der Schweizer Reisebranche), Luc Vuilleumier (Swiss Travel Security), Sonja Laborde (Travel Professional Association) sowie Marcel Gsell (Fair Reisegarant). Ziel des Treffens war es, sich frühzeitig über mögliche Auswirkungen einer Reform des Pauschalreisegesetzes (PRG) auszutauschen und gemeinsame Handlungsfelder zu definieren.

In einer offenen und konstruktiven Diskussion wurden verschiedene Reformansätze beleuchtet, ebenso die Frage, wie sich die Kundengeldabsicherer künftig strategisch positionieren sollen. Intensiv diskutiert wurden laut einer Mitteilung des SRV Abgrenzungsfragen bei der Bündelung von Einzelleistungen zu Pauschalreisen sowie eine mögliche Ausdehnung der Kundengeldabsicherung auf einzelne Reiseleistungen. Auch mögliche Sanktionen gegenüber Marktteilnehmern, die ihrer gesetzlichen Absicherungspflicht nicht nachkommen, waren Thema.

Weitere Schwerpunkte bildeten die Ausgestaltung der Absicherungsmodelle, Anforderungen an Transparenz, die Bemessung des notwendigen Fondskapitals sowie der Umgang mit Spezialfragen im Konkursfall, etwa bei Gutscheinen, Rückerstattungsfristen oder Geschäftsreisen als Teil von Pauschalarrangements. Der Dialog soll fortgesetzt werden: Ein weiterer Roundtable ist für Februar 2026 geplant, um offene Punkte zu klären und abgestimmte Positionen gezielt in den politischen Prozess einzubringen.

(TN)