Tourismuswelt

Ein Eselspinguin in der Antarktis: Seine Artgenossen werden die besten - und einzigen - Freunde von vier britischen Frauen sein, welche ene "Lebenstraum-Reise" gewonnen haben. Bild: AdobeStock.

Einsame Traumjobs in der AntarktisNackter Pilot im Cockpit

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Die einsamsten Jobs der Welt

Vier Frauen - Clare Ballantyne, Mairi Hilton, Natalie Corbett und Lucy Bruzzone - haben sich gegen eine Rekordzahl von Bewerbern durchgesetzt, um ein kleines Team zu bilden, das für die Verwaltung der historischen Stätte Port Lockroy auf Goudier Island verantwortlich ist. Die Insel liegt westlich der Antarktischen Halbinsel und ist ein beliebter Nistplatz für Eselspinguine. Das Zählen der Pinguine wird eine der Aufgaben der Frauen sein (von Mairi Hilton), welche ausserdem die kleine Forschungsstation betreiben werden - nicht als Forscherinnen, sondern mit Schnickschnack-Verkauf und Betreuung beim Anlaufen von Kreuzfahrtschiffen, wenn Passagiere auf der Insel das dortige kleine Museum besuchen. Dieses wird betreut durch Natalie Corbett, die kürzlich heiratete und hier nun eine einsame aber einzigartige Honeymoon-Reise verbringt. Ebenso verfügt die Insel über das einzige Postbüro in der Antarktis; Clare Ballantyne wird dieses betreuen. Sie muss rund 80'000 Postkarten manuell in über 100 Länder versenden. Lucy Bruzzone schliesslich wird Leiterin der Basis sein, sie koordiniert auch alle Schiffsbesuche auf der Insel. Sie bringt immerhin schon Erfahrung in Form einer dreimonatigen Arktis-Expedition auf der norwegischen Inselgruppe Svalbard mit. Die vier Frauen nehmen die über 14'000 Kilometer lange Reise und fünf Monate ohne fliessendes Wasser und ohne Toilettenspülung sowie fast andauerndes Tageslicht auf sich, weil das Abenteuer an diesem äussersten Winkel der Erde einfach zu verlockend sei - ein «Lebenstraum». [gelesen im Spiegel]

Ekel-Pilot bei Southwest

Sachen gibt's... Etwa Männer, die meinen, sich spontan vor einer Frau zu entblössen sei für diese irgendwie reizvoll. Völlig absurd wird es, wenn diese Frau Deine Arbeitskollegin ist, und die Entblössung während der Arbeitszeit erfolgt. So geschehen bei Southwest Airlines: Ein Pilot verriegelte die Cockpit-Türe und zog alle Kleider aus, um sich vor seiner Co-Pilotin so zu präsentieren, wie er geschaffen wurde. Die Co-Pilotin hat nun den Piloten verklagt, gleichzeitig aber auch bemängelt, dass Southwest den Vorfall zunächst nicht ernst nahm und den Pilot weiterhin fliegen liess. Der Anwalt des besagten Piloten erklärte derweil, dass die Co-Pilotin seinen Mandanten zur Entblössung ermutigt habe und dass «nichts weiter» geschehen sei, und somit wohl vielleicht «unsittliche Entblössung», aber keine sexuelle Nötigung vorliege. Und wir dachten, dass sich Piloten während dem Flug auf die Flugroute konzentrieren... [gelesen bei Associated Press]

Ein surrealer Wolkenkratzer für San Francisco

Bald könnte die Skyline von San Francisco um ein interessantes Gebäude reicher sein: An der Folsom Street 620 ist der Bau eines 62-stöckigen Wolkenkratzers geplant, dessen oberste Etagen von den unteren Etagen durch eine völlig gläserne 54. Etage getrennt werden, was aus der Distanz betrachtet den Eindruck vermittelt, dass hier ein übergrosses «i» mitsamt i-Tüpfelchen in der Stadt steht. Den Planungsunterlagen zufolge würde das Projekt 826 Wohneinheiten bieten und nur wenige Blocks vom Salesforce Park, dem Embarcadero und der Bay Bridge entfernt liegen - und wie eine Laterne über dem Stadtviertel SOMA schweben. Noch ist die Baugenehmigung nicht erteilt, doch infolge der akuten Wohnungsknappheit in San Francisco dürfte es sich hierbei nur um eine Formalität handeln.  [gelesen bei SF Gate]

Vandalismus wegen dem Papst...

US-Touristen scheinen jüngst besonders oft in den negativen Schlagzeilen zu sein - besonders solche, die sich in Italien aufhalten. Da war doch im Sommer die Episode der Touristen, die per Miniscooter die Spanische Treppe in Rom herunterfuhren und diese beschädigten (Travelnews berichete). «Hold my beer», meinte nun ein weiterer US-Tourist. Diesem gelang das Kunststück, zwei wertvolle Statuen im Vatikan zu zerstören. Es geschah im Museo Chiaramonti, das zu den Vatikanischen Museen zählt. Ein US-Tourist verlangte dort, den Papst treffen zu können. Als ihm dies (selbstverständlich!) verwehrt wurde, riss er eine der zahlreichen dort ausgestellten römischen Statuen zu Boden, und als er vom Ort entfloh, riss er gleich noch eine weitere Statue zu Boden. Die historischen Artefakte, rund 2000 Jahre alt, sollte zwar vollständig restauriert werden können. Dem anspruchsvollen und jähzornigen Herrn droht für seine Kindergarten-Aktion nun aber eine saftige Busse.  [gelesen bei CNN]

Handstand in den Tod

Man könnte ja seine Zufriedenheit über den Room Service oder den tollen Ausblick einfach mit stillem Genuss zum Ausdruck bringen. Manche versuchen aber, aus irgendwelchen Gründen - wir vermuten: für Social-Media-Clicks - irgendwelche ausgefallenen Dinge im Hotel. So auch der 34-jährige Mann, welcher diese Woche im Patricia Grand Hotel in Myrtle Beach (USA) einen Handstand auf dem Balkon im 14. Stock durchführte. Leider erfolglos: Der Mann fiel über die Brüstung und hinunter in den Tod. Wenn das Sprichwort besagt, dass auf Reisen Gefahren lauern, sind in der Regel nicht solche gemeint.  [gelesen bei WMBF News]

(JCR)