Tourismuswelt

Das ist mal ein unerwarteter Hotelzimmer-Genosse... Bild: (c) Lior Neuderfer_facebook

Ein Steinbock im Hotelzimmer – Tourist fällt in den Vesuv

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Der Steinbock im Hotelzimmer

Überraschenden Besuch bekam jüngst eine Touristenfamilie in Mitzpe Ramon, einer Stadt in der israelischen Negev-Wüste: Sie erwischte einen neugierigen kleinen nubischen Steinbock dabei, wie dieser ihr Hotelzimmer inspizierte. Der Vorfall ereignete sich im Bereshit Hotel, das am Rande des Ramon-Kraters liegt, in dem eine Population nubischer Steinböcke lebt. Diese liebt es, gelegentlich über das Hotelgelände zu streifen. Einen «Hausbesuch» dieser Art hatte es zuvor
noch nicht gegeben. Während Bilder von neugierigen Steinböcken in der Nähe des Hotelpools häufig in den sozialen Medien kursieren, ist ein Video von einem Steinbock, der sich in einem Hotelzimmer wohlfühlt, eher eine Seltenheit. «Was macht man in so einer Situation?», fragte der Mann, der den Steinbock in seinem Zimmer filmte. Im Hintergrund ist eine weibliche Stimme zu hören, die wiederholt fragt: «Was sollen wir tun?», während der Steinbock entspannt im Zimmer umherwandert, bis er schliesslich kehrtmacht und wieder zu seinen Artgenossen zurückkehrt. [zugesendet von der BZ.Comm]

Tourist fällt in den Vesuv

Im Jahr 79 vor Christus wurde die blühende römische Stadt Pompeii durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv ausgelöscht. Im Jahr 2022 versuchen sich derweil Touristen selber auszulöschen, indem sie riskante Selfies am Vulkan aufnehmen. So auch dieser amerikanische Tourist (23), welcher sich über Absperrungen hinwegsetzte, ein Selfie am Kraterrand des berühmten Vulkans nehmen wollte, doch sein Handy in den Krater fallen liess. Beim Versuch, das Handy zu holen, stürzte er ab und verletzte sich selber, und musste von lokalen Hilfskräften gerettet werden. Ihm und seiner Familie drohen nun happige Bussen - denn der Zugang direkt zum Krater hin ist verboten. Klar ist: Unser nächster Beitrag über Selfie-bedingte Verletzungen und Todesfälle folgt sicher schon bald. [gelesen im Guardian]

Frage am Flughafen: «Haben Sie abgetrieben?»

Eine Australierin, welche neulich auf dem Weg nach Kanada in den USA im Transit war, wurde aufgehalten, befragt und letztlich aus den USA ausgewiesen und nach Australien zurückgeschickt. Dies wegen Visa-Waiver-Verstössen, welche der Australierin offenbar unbekannt waren, zumal sie zuvor auf gleiche Weise schon mehrfach problemfrei in die USA eingereist war. Was an der Story schockierend ist, ist nicht das Heimschicken - komplizierte Regeln nicht zu kennen schützt nicht vor Strafe - per se, sondern wie die Frau von den Grenzbeamten behandelt wurde. Wegen dem Formfehler sei sie wie eine Kriminelle behandelt worden und musste stundenlang Fragen beantworten. Der Gipfel: Die Frau wurde gefragt, ob sie schwanger sei, und als sie dies verneinte, ob sie eine Abtreibung gehabt habe. Vor dem Hintergrund, dass in den USA Abtreibungen in diversen Bundesstaaten seit Kurzem wieder illegal sind, mag das «juristisch nachvollziehbar» sein, ist aber trotzdem ein absolutes «No go». Es ist bekannt, dass US-Grenzbeamte mit viel Macht ausgestattet sind; trotzdem hat die US-Grenzbehörde angekündigt, der Sache hinsichtlich der Behandlung der Australierin nachzugehen.  [gelesen im Guardian]

Sein Leben riskieren um Instagram-Likes zu erhaschen

Manche Menschen tun Waghalsiges und posten dies auf Instagram. Manchmal sind es Personen wie Adam Szaniawski, welche gut trainiert sind, gut vorbereitet und bei denen waghalsige Sprünge kinderleicht vorkommen. Das Problem sind dann die Nachahmer, welche auch von der kurzen Insta-Fame profitieren wollen und kläglich verunfallen und teils gar sterben. Der neuste Coup von Szaniawski war ein Backflip von der berühmten Tower Bridge in London, direkt in die Themse. Ob der Sprung am gefährlichsten war, oder die starke Strömung, oder das verunreinigte Themsewasser - eigentlich egal. Machen Sie es einfach nicht nach. [gesehen in der Sun]

Shark bite!

Nach den Ereignissen in Ägypten, bei denen jüngst zwei Personen Hai-Angriffen zum Opfer fielen, ist die Weltöffentlichkeit aktuell wieder etwas sensibler für Hai-Angriffe. Neustes Beispiel: Die Insel Long Island, auf welcher sich Teile der Stadt New York City befinden und die sich weit ostwärts parallel zur US-Kontinentalmasse in den Atlantik vorschiebt, verzeichnete diese Woche gleich zwei Hai-Angriffe. Ein Surfer (in tiefem Wasser) und ein Tourist (in knietiefem Wasser) wurden Opfer von Haibissen, weshalb die Strände bei Suffolk City vorübergehend geschlossen wurden. Ohne den Vorfall schönreden zu wollen: Wenn der Hai die besagten Opfer fressen wollte, hat er sich ziemlich lausig angestellt. Die zwei betroffenen Herren kamen mit kleinen Bisswunden davon. Man fragt sich, ob inzwischen vermeldet werden sollte, wenn mal jemand zufällig auf einen Seeigel treten sollte... [gelesen bei MSNBC4 New York]

(JCR)