Tourismuswelt

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Baden im See, mal anders... Bild: Screenshot Spacruzzi

Im Jacuzzi auf dem See – Nur sechs Drinks für ein All-Inclusive

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Neuer Trend: Spacruzzi

Nichts ist unmöglich im Land des unbegrenzten Möglichkeiten. Ob es Sinn macht, ist völlig nebensächlich. So lanciert nun ein findiger Unternehmer in Incline Village (Nevada) das neue Konzept des «Spacruzzi». Hier werden die Worte «Spa», «Cruise» und «Jacuzzi» vermengt. Sprich: Die Firma Spacruzzi baut Kleinboote, welche eigentlich ein fahrbarer Whirlpool sind - offenbar umweltfreundlich und einfach zu fahren (siehe Firmenlink). Erste Modelle sind bereits auf dem Lake Tahoe unterwegs. Das Interesse an den fahrenden Badewannen, die zugegebenermassen recht cool aussehen, soll bereits riesig sein. Die Frage sei erlaubt: Wieso muss ich, wenn ich an einem Badesee bin, auf diesem in einer Wanne baden? Ah, man muss nicht schwimmen, kann sein Getränk dabei haben und muss sich nicht um Fische und sonstiges ekliges Wassergetier kümmern. Tja, auf den Malediven haben sich Pools auch durchgesetzt... [gelesen bei Tahoe Daily Tribune]

«All Inclusive» heisst nicht «freies Saufen»

Reiseveranstalter Thomas Cook UK hat jüngst seine Kunden, die im Sommer Sommer auf die Balearen reisen, auf neue Regelungen hingewiesen, welche die Trinkexzesse vor allem britischer Touristen eindämmen sollen. Demnach werden bei einem «All inclusive»-Arrangement nicht mehr unbegrenzte Getränke ausgegeben, sondern maximal sechs alkoholische Getränke pro Person und Tag, und dies nur während des Mittag- und Abendessens (jeweils drei). Die Initiative der Balearen-Regierung ist lobenswert und soll das Qualitätsimage von Mallorca & Co. anheben - nur, ob das so funktioniert? Niemand kann die Touristen daran hindern, nach sechs Drinks - offenbar ist das eine Menge, die viele nur «zum Aufwärmen» nehmen - ausserhalb der Hotelanlage weiter zu trinken, dann halt eben auf eigene Kosten. Oh, es soll auch keine kostenlosen Bars und Happy Hours mehr geben? Die Sauftouristen werden wohl auch hier eine Lösung finden. [gesehen beim Independent]

Flexen im Flugzeug

Mal etwas von der harmloseren Sorte: Als alleinreisende Frau mit Baby hat man es bei einer Flugreise nicht immer einfach. Wie gut, wenn man da so flexibel ist und den Overhead-Stauraum mit einem Ninja-Move schliessen kann (siehe Insta-Video unten). Sieht sehr cool aus. Aber eben: Jemand hat sie gefilmt, also reist sie nicht allein. Sie hätte zudem problemlos mit der linken Hand abschliessen können, bzw. das Baby kurz ablegen können. Oder einfach den Stauraum offen gelassen, da die Schliessung eigentlich kurz vor Abflug durch das Bordpersonal gemacht wird. Aber Hauptsache gezeigt, wie Mama kurz nach der Geburt flexen kann! Und wir bescheren ihr hiermit noch ein paar weitere Clicks... Willkommen im Insta-Zeitalter.

Prüfung nicht bestanden

Ein britisches Flugzeug von Virgin Atlantic musste nach Heathrow zurückkehren, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Co-Pilot seine letzte Flugprüfung nicht bestanden hatte. Der Airbus A330 befand sich schon seit etwa 40 Minuten in der Luft, als die beiden Piloten an Bord vom «Dienstplanfehler» erfahren haben. In Heathrow wurde ein Ersatz für den Co-Piloten gefunden und nach zwei Stunden und 40 Minuten hob die Maschine wieder nach New York ab. Die Fluggesellschaft bestätige, dass die Sicherheit der Passagiere nicht gefährdet war. Auch die Zivilluftfahrtbehörde bestätigte, dass beide Piloten über eine entsprechende Lizenz verfügten und «für den Flug qualifiziert» waren. [gelesen bei BBC]

Schlägerei im Flugzeug

Ein britischer Passagier wurde verhaftet, nachdem er auf einem Wizz-Air-Flug nach Kreta eine riesige Schlägerei angezettelt und andere Reisende und sogar den Piloten mit Schlägen attackiert hatte. Die Massenschlägerei begann kurz nach der Landung des Fluges auf der griechischen Insel Kreta zu Verletzungen bei Frauen und Männern. Der Passagier und sein Freund sollen sich während des gesamten Fluges unanständig verhalten haben. Die beiden waren betrunken und ziemlich laut. Zudem hätten sie während dem Flug geraucht. Als die Stewardess bei der Landung ihnen sagte, sie werden von der Polizei aus dem Flugzeug geholt, ging es richtig los. Der Passagier kochte vor Wut und schlug um sich herum. Der Pilot verliess daraufhin sein Cockpit und versuchte, die Situation zu beruhigen, wurde dann aber vom Passagier geschlagen. Die Polizei schleppte den blutverschmierten Mann schliesslich mit der Hose um die Knöchel aus dem Flugzeug. [gelesen bei The Sun]

(JCR/AAA)