Tourismuswelt

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Nach einer langwierigen Bauphase wurde vor 5 Jahren das Konzerthaus Elbphilharmonie mit seiner spektakulären Architektur und Akustik eröffnet. Bild: Elbphilharmonie / Thies Rätzke

Die Elbphilharmonie Hamburg feiert heute ihren 5. Geburtstag

Heute feiert die Elbphilharmonie Hamburg den fünften Jahrestag ihrer Eröffnung. Seitdem zählt das neue Wahrzeichen Hamburgs fast 18 Millionen Besucherinnen und Besucher. Zelebriert wird der Geburtstag der Elphi mit einem Festkonzert, einem Jubiläumsfestival und einem Licht-Kunstwerk.

Seit fünf Jahren strahlt die Elbphilharmonie über dem Hamburger Hafen und ist als kulturelles Wahrzeichen der Hansestadt nicht mehr wegzudenken. In den letzten fünf Jahren haben die Elbphilharmonie selbst und das darin gebotene Programm rund 3,3 Millionen Konzertgänger und 14,5 Millionen Besucherinnen der Aussichtsplattform Plaza entzückt. Dank der Elbphilharmonie hat sich die Zahl der Konzertbesucher in Hamburg seit 2017 verdreifacht.

Zum fünften Jahrestag der Eröffnung spielt das Residenzorchester der Elbphilharmonie heute ein Festkonzert unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert. Auf dem Programm stehen Werke von John Adams und Esa-Pekka Salonen sowie das Klavierkonzert von Thomas Adès. Das Festkonzert wird als Livestream online unter diesem Link übertragen und wird auch im Anschluss noch dort abrufbar sein. Auch NDR Kultur überträgt das Konzert live im Radio, ausserdem wird am 15. Januar 2022 um 22.45 Uhr ein Mitschnitt im NDR Fernsehen ausgestrahlt.

Das Geburtstagskonzert ist Teil eines neuntägigen Geburtstagsfestivals. Die Qualität und Vielfalt, für die das Haus seit der Eröffnung steht, spiegelt sich auch im Festivalprogramm wider: Noch bis zum 17. Januar 2022 stehen unter anderem Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Jordi Savall, Charles Lloyd und John Scofield auf der Gästeliste. Dabei erklingt Zeitgenössisches von Esa Pekka Salonen, Thomas Adès oder Jörg Widmann ebenso wie Musik von Jean Sibelius, Gustav Mahler oder Robert Schumann.

Drift in Hamburg – das Lichtkunstwerk

In Kooperation mit dem Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg hat die Elbphilharmonie das international gefragte Künstler-Duo Drift aus den Niederlanden mit der Kreation eines aussergewöhnlichen Licht-Kunstwerks beauftragt. «Breaking Waves» heisst die neue Arbeit, bei der hunderte beleuchtete Drohnen die Fassade des Konzerthauses spielerisch zum Leben erwecken werden, choreografiert zum zweiten Satz des Klavierkonzertes von Thomas Adès, das beim offiziellen Geburtstagskonzert im Januar auf dem Programm steht. Aufgrund der pandemischen Lage wurde die ursprünglich ebenfalls für Januar geplante Installation verschoben. Diese findet nun vom 28. April bis 1. Mai 2022 statt.

Fünf Jahre Elbphilharmonie – eine Erfolgsgeschichte

Mit 1,25 Millionen Besuchern pro Jahr in Elbphilharmonie und Laeiszhalle hat sich das Konzertpublikum in Hamburg in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Alle wichtigen Orchester der Welt spielten bislang im Konzerthaus. Allein die Musik von Ludwig van Beethoven wurde 486 mal gespielt, seine Sinfonie Nr. 7 ganze 27 mal.

«Ich freue mich riesig, dass die Konzerte zum fünften Geburtstag nach langem Zittern mit nur wenigen Abstrichen und vor vollem Haus stattfinden können. Für mich und mein Team bietet die vor uns stehende Woche die Gelegenheit, die aufregende Zeit seit der Eröffnung Revue passieren zu lassen und gemeinsam mit vielen Weggefährten, Freunden und Unterstützern den Umstand zu feiern, dass die Elbphilharmonie die in sie gesteckten hohen Erwartungen mehr als erfüllt hat», so Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle.

Dabei war der Bau der Elbphilharmonie alles andere als eine Erfolgsgeschichte: Die Bauzeit verlängerte sich von drei auf zehn Jahre, die Kosten stiegen von 77 Millionen auf 789 Millionen Euro. Doch schon kurz nach der Eröffnung entwickelte sich das allseits beklagte Millionengrab zum gefeierten Wahrzeichen. Hamburger und Touristen sind fasziniert von der «gläsernen Welle» der Architekten Herzog & de Meuron und geniessen auf der Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe den Rundumblick über den Hamburger Hafen.

(TN)