Tourismuswelt

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Endlich wieder eine physische ITB in Berlin im 2022, an der sich Reiseprofis austauschen können - wenn auch etwas anders als in der Vergangenheit. Bild: GWA

Das sind die Details zur ITB 2022

Schon über 100 Länder haben sich für die grösste Tourismusmesse in Berlin vom 9. bis 13. März 2022 angemeldet. Nun ist klar, wie die Voraussetzungen für die Teilnahme sind.

Die gegenwärtige Pandemie hat die ITB-Berlin im Jahr 2020 sehr kurzfristig zu einer Absage gezwungen. In diesem Jahr fand die grösste Tourismusmesse der Welt lediglich digital statt. Doch es ist an der Zeit, dass endlich wieder physische Events stattfinden können und ITB-Messeleiter David Ruetz sagte bereits Mitte September 2021 in einem Travelnews-Interview, dass er an einer Durchführung vor Ort in der deutschen Hauptstadt festhalte - und dies auch als realistisch sieht. Nun werden weitere Details bekannt, wie die Messe vom 9. bis 13. März 2022 aussehen soll.

Voraussetzung für eine Teilnahme vor Ort, wird die 2G-Regelung (geimpft, genesen) sein. Das hat der Berliner Senat letzte Woche entschieden, schreibt das deutsche Online-Portal für Touristiker «Reisevor9» in einem Beitrag. Es gelten dabei die EU-Regeln. Somit werden nur Impfungen mit in Europa zugelassenen Impfstoffe akzeptiert. Es könnte aber sein, dass auch chinesische Vakzine akzeptiert würden. David Ruetz sagt gegenüber dem Portal: «Wir müssen jetzt abwarten, was die 2G-Regel bei den Leuten bewirkt.»

Der Messechef zeigt sich bislang zufrieden mit der Nachfrage: «Im Moment sieht der Anmeldestand gut aus. Wir haben 110 Länder dabei. Alle verfügbaren Hallen sind derzeit komplett geblockt. Das sind gute News.» Bis am 30. November haben die Aussteller jedoch noch die Möglichkeit, ihre Stände kostenfrei zu stornieren. Klar ist bereits jetzt, dass die Veranstaltung kleiner Ausfallen wird als in den Vorjahren. Dies, weil die Hallen rund um den Funkturm aufgrund von Sanierungen wegfallen.

Zahlreiche Neuheiten

Nicht die gesamte Ferienmesse wird vor Ort stattfinden. Ruetz erläuterte schon Anfang Jahr gegenüber Travelnews, dass hybride Messemodelle die Zukunft sind. So wird es bei der bevorstehenden ITB auch einen Online-Teil geben, dieser wird in der Folgewoche umgesetzt. Am Dienstag, 17. März, gibt es erstmals einen Digital ITB Business Day. Der dient in erster Linie dazu, Termine online nachzuholen und One-to-One-Meetings abzuhalten. Wer dieses Jahr an der digitalen ITB Now partizipiert hat, weiss was ihn in etwa erwartet. Jedoch wurde das Meeting-Tool ausgetauscht: «Die neue Software ist selbsterklärend und viel einfacher zu bedienen. Man kann schnell von Fenster und Fenster springen.» Eine Neuregistrierung sei zwingend, weil die Profile von diesem Jahr aufgrund von Datenschutzbedenken gelöscht wurden.

In diesem Jahr kommen Fachbesucher erstmal in den Genuss von günstigeren Early-Bird-Tickets: «Wir haben zu ersten Mal ein vergünstigtes Fachbesucherticket für Frühbucher. Wer bis 15. Januar sein Ticket kauft, zahlt statt 42 jetzt 35 Euro für das Tagesticket», erläutert Ruetz, «die Dauerkarte kostet statt 60 Euro 50 Euro im Early Bird.» Und auch für den Fall von Reisebeschränkungen ist man abgesichert, denn das Billett werde zurückerstattet.

Auch der ITB Kongress findet wieder vor Ort mit Publikum statt. Vier Bühnen seien in Planung: Je eine für Marketing, Destinationen, Travel Technology und die letzte für wechselnde Themen. Am Messe-Auftakttag geht der Business-Travel-Day über die Bühne, am Donnerstag der Mice-Day und am Freitag der Wellness-Day. Themenschwerpunkte der Diskussionen und Vorträge sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Veränderungen der Branche. Dazu Ruetz: «Ich glaube, es geht in der Reiseindustrie jetzt nicht nur einen Restart, sondern um einen echten Change-Gedanken. Wie sieht das Reisen nach der Pandemie aus? Es geht nicht nur um Zahlen. Ich glaube, es wird nie mehr so sein wie 2019, es wird anders werden.» Eine Aufgabe der ITB sei es, mit dem Kongress diese Veränderungen zu begleiten. Die Hälfte der Sessions werden live gestreamt, sodass Interessenten auch online mit dabei sein können.

Die Messe-Organisation hat ausserdem ein neues Einlasskonzept entwickelt, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Besucherinnen und Besucher werden beim Eingang Süd und Haupteingang in zwei Linien kontrolliert. An den ersten 30 Stationen werden die Zertifikats-QR-Codes kontrolliert und im Anschluss an 30 weiteren Stationen die Tickets. Gut zu wissen: Vor Ort gibt es keine Kassenschalter mehr. Die Eintrittskarten müssen vorab online erworben werden. «Dieses zweistufige Einlasskonzept funktioniert. Das haben Testläufe bei anderen Messen gezeigt», sagt Ruetz weiter. Er sei sich sicher, dass so mindestens 10'000 Menschen pro Stunde auf das Messegelände kommen können. Neu dürfen Aussteller bereits ab 8.30 Uhr auf das Gelände, Fachbesucher ab 9.30 Uhr. Das ist jeweils eine halbe Stunde früher, um den Ansturm am Morgen zu entkräften.

(NWI)