Tourismuswelt

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Nicht alle Touristiker scheinen davon überzeugt, aber für den Schweizer Reise-Verband (SRV) wie auch für Travelnews ist klar: Es muss am 28. November ein Ja zum Covid-Gesetz kommen. Bild: AdobeStock

Für die Reisefreiheit braucht es ein JA zum Covid-19-Gesetz

Von Jean-Claude Raemy

Der Schweizer Reise-Verband (SRV) setzt sich öffentlich für eine Annahme des Covid-Gesetzes ein. Travelnews schliesst sich diesem Anliegen an.

Am kommenden 28. November 2021 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über drei Vorlagen ab. Eine davon betrifft eine Änderung des Covid-Gesetzes. Konkret: Seit das Parlament im September 2020 das Covid-19-Gesetz verabschiedet hat, legt dieses fest, mit welchen zusätzlichen Massnahmen der Bundesrat die Pandemie bekämpfen und wie er wirtschaftliche Schäden eindämmen soll. Als Reaktion auf die Entwicklung der Krise wurde das Gesetz mehrmals angepasst. Nach einem Referendum nahm die Stimmbevölkerung das Gesetz am 13. Juni 2021 mit 60 Prozent an. Nun kommt es erneut zur Abstimmung, weil ein weiteres Referendum zustande gekommen ist. Es geht dabei um die Anpassungen, die das Parlament im März 2021 beschlossen hat.

Auch die Tourismusbranche hat hier Eisen im Feuer. Denn in zahlreichen Ländern weltweit kann man heute wieder unkompliziert und nur durch Vorweisen eines anerkannten Covid-Zertifikates einreisen. WIe der Schweizer Reise-Verband (SRV) nun in einem Rundschreiben festhält, wäre bei einem Nein zum Covid-Gesetz diese gesetzliche Grundlage nicht mehr gegeben und das Zertifikat würde im Ausland nicht länger anerkannt werden. Zudem wäre bei Ablehnung auch die rechtliche Basis der bisherigen Härtefallgelder nicht mehr gegeben.

«Im schlimmsten Fall folgt auf ein Nein zum Covid-Gesetz nicht nur eine Einschränkung der Freiheiten, sondern auch eine Verschärfung der Schutzmassnahmen – sowohl auf Reisen wie auch im Alltag zuhause», sagt SRV-Geschäftsführer Walter Kunz. Gemäss zahlreichen Medienberichten sagt auch der Bundesrat in aller Deutlichkeit, dass bei einem Nein die neuesten Massnahmen – insbesondere das Zertifikat – ausser Kraft treten würden und damit das Reisen im Ausland erschwert würde.

«Ein JA zum Covid-Gesetz ist eine absolute Notwendigkeit und für den Ausbau der Reisefreiheiten unumgänglich», führt der SRV weiter aus. Rechtliche Unsicherheiten werden dadurch vermieden und die Basis für das Covid-Zertifikat sowie auch die Härtefallgelder ist weiterhin gegeben. «Anstatt das bisher Erreichte aufs Spiel zu setzen, müssen wir darauf aufbauen. Der Schweizer Reise-Verband ist zusammen mit allen Tourismusverbänden, sowohl Incoming als auch Outgoing, sowie der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gefordert, alles zu unternehmen, um für das Covid-19-Gesetz einzustehen», schliesst Kunz.

Travelnews schliesst sich diesem Anliegen unumwunden an. Auch wir sehen die Impfung als effektivsten Weg aus der Krise und die Annahme des Covid-Gesetzes als Notwendigkeit für eine Rückkehr in einen geordneten (Reise-)Alltag. Dazu stehen wir, auch wenn uns inzwischen immer öfter kritische - um nicht zu sagen unflätige - Rückmeldungen und sogar Newsletter-Kündigungen infolge dieser Haltung erreichen.